Zu viel Zucker, zu viel Fett und zu wenig Omega-3-Fettsäuren, mit anderen Worten: eine in der westlichen Welt Mode gewordene Ernährungsweise schlägt nicht nur auf die Hüfte, sondern auch aufs Gehirn. Speziell die Gedächtnisleistungen sind davon ganz offensichtlich negativ beeinflusst. Am Ende ist es vielleicht diese Wohlstandsernährung, die menschliche Gesellschaften in die Bedeutungslosigkeit abrutschen lassen.
Neuigkeiten aus Natur, Wissenschaft und Technik
für den eiligen Leser gepresst und konzentriert.
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Donnerstag, 26. Juli 2018
Freitag, 10. November 2017
Omega-3-Fettsäuren – oft verpufft die Wirkung
Wie gesund die beiden Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl (Lachsöl) sind, hat sich inzwischen herumgesprochen. Die Wirkung dieser Öle ist allerdings auch auf Produkte zurückzuführen, die erst durch den Umbau zu den entsprechenden Epoxyden entstehen. Das Problem dabei ist: Dieser Umbau wird von einigen Faktoren negativ beeinflusst, was zu einer verringerten Bildung dieser Substanzen aus den zugeführten Omega-3-Fettsäuren führen kann. Stabilere synthetische Analogverbindungen zu diesen Epoxyden sollen deshalb künftig die Omega-3-Fettsäuren ergänzen.
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Donnerstag, 12. Oktober 2017
Omega-6-Fettsäuren schützen vor Typ-2-Diabetes
Omega-6-Fettsäuren: Bei Rheuma, Arthritis und Arthrose sind diese Fettsäuren verpönt, weil sie im Körper zu starken Entzündungsvermittlern wie etwa die Arachidonsäure umgebaut werden können. Omega-3-Fettsäuren dagegen können solche Entzündungsreaktionen wieder eindämmen. Im Falle von Typ-2-Diabetes ist es offensichtlich fast umgekehrt: Omega-6-Fettsäuren schützen vor Typ-2-Diabetes, Omega-3-Fettsäuren zeigen keine Wirkung.
Dienstag, 10. Oktober 2017
Grüner Tee und Lachsöl gegen Fettleber?
Nur die Kombination machts: Omega-3-Fettsäuren zusammen mit Flavan-3-olen verhindern im Mausmodell eine Steatose und Leberschäden. Sie reduziert gleichzeitig eine Körpergewichtszunahme und eine Insulinresistenz bei den so behandelten Mäusen. Die Flavanole verbessern zudem den Gallensäurestoffwechsel, und die Omega-3-Fettsäuren regulieren an der Fetteinlagerung beteiligte Gene herunter. Jetzt muss noch die Wirksamkeit beim Menschen getestet werden.
Montag, 11. September 2017
Omega-3-Öle auch für Intensivpatienten
Fischöl in der Ernährung von Intensivpatienten ist offensichtlich der bisherigen Ernährungsweise in den Krankenhäusern mit linolsäurereichen Ölen überlegen: weniger Komplikationen, kürzere Behandlungszeiten.
Dienstag, 13. Juni 2017
Schwanger? Omega-3 lässt das ungeborene Kind schneller wachsen
Omega-3-Fettsäuren sind offensichtlich nicht nur für den erwachsenen Menschen gut, sondern auch schon für den ungeborenen. Sorgt die Mutter für ein hohes Omega-3/Omega-6-Verhältnis in ihrer Ernährung, wächst das Kind im Mutterleib schneller und hat ein höheres Geburtsgewicht.
Dienstag, 6. Juni 2017
Omega-3 in der Nahrung verändert Fettsäure-Muster im Gehirn
Die Umstellung der Nahrung auf eine Omega-3-reiche Fettzusammensetzung beeinflusst die kognitiven Funktionen positiv. Dieses seit längerem bekannte Forschungsergebnis geschieht offensichtlich durch eine umfassende Veränderung des Fettsäuremusters im Gehirn einerseits und durch die veränderte Zusammensetzung der aus diesen Fettsäuren entstehenden Metaboliten und den entsprechenden Enzymen andererseits Was an Mäusen bewiesen wurde, wird wohl beim Menschen nicht gänzlich anders sein.
Mehrere Studien haben darauf hingedeutet, dass die Aufnahme von Omega-3-mehrfach ungesättigten Fettsäuren die kognitive Funktion positiv beeinflusst. Allerdings waren die Auswirkungen auf das erwachsene Gehirn nicht klar. Es ist wenig bekannt über die Auswirkung dieser Ernährungsumstellung auf das Fettsäureprofil im adulten Gehirn und über die Veränderung in der Expression von Enzymen, die an der Fettsäurebiosynthese und dem Metabolismus, dem Um- und Abbau dieser Substanzen im Körper, beteiligt sind, sowie über die Veränderungen der daraus entstehenden sogenannten Oxylipine.
Diese Fragen wurden jetzt in einer aktuellen Studie aus Hannover, Gießen, Berlin und Wuppertal in zwei unabhängigen Omega-3-Fütterungsexperimenten von Mäusen angesprochen.
Die Fütterung von Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) – uns bekannt als die Hauptbestandteile des "Lachsöls" – mit jeweils 1% im Futter über 30 Tage von erwachsenen Mäusen führte zu einer deutlichen Verschiebung des Fettsäuremusters im Gehirn:
Während die EPA, die Docosapentaensäure und die DHA erhöht waren, wurden viele Omega-6-Fettsäuren signifikant verringert (mit Ausnahme von C20:3 n6, einer Fettsäure mit 20 C-Atomen und 3 Doppelbindungen, wobei die Doppelbindung am 6. C-Atom dem Molekülende der Fettsäure am nächsten ist).
Diese Verschiebung des Musters der mehrfach ungesättigten Fettsäuren wurde gleichzeitig von immensen Unterschieden in den Konzentrationen ihrer oxidierten Metaboliten begleitet, die aus der enzymatischen Umwandlung der Fettsäuren entstehen.
Speziell die Metabolite der Arachidonsäure waren allesamt vermindert. Auch das Expressionsmuster von Delta-5- und Delta-6-Desaturasen war deutlich verändert. (Diese Desaturasen schaffen zusätzliche Doppelbindungen in den Fettsäuren, sind aber auch an der Verlängerung der kürzerkettigen Fettsäuren beteiligt). In beiden Experimenten wurde eine bemerkenswerte Zunahme der löslichen Epoxidhydrolase-(sEH)-Aktivität sowie deren Expression beobachtet. Was die verminderte Epoxy-Fettsäuren-Konzentrationen und das verminderte Verhältnis von Epoxy-Fettsäuren zu Dihydroxy-Fettsäuren erklärt.
Unter Berücksichtigung der hohen biologischen Aktivität von Epoxy-Fettsäuren, beispielsweise auf den Blutfluss und die nozizeptiven Signalwege (Schmerzverarbeitung), könnte dieser Befund für die Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren bei neurodegenerativen Erkrankungen von Bedeutung sein.
Auf jeden Fall beweist die Studie, dass eine ausgeprägte Neu-Regulierung der Hirn-Fettsäuren-Muster und der Oxylipin-Muster durch eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren an erwachsene Nagetiere möglich ist.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Mehrere Studien haben darauf hingedeutet, dass die Aufnahme von Omega-3-mehrfach ungesättigten Fettsäuren die kognitive Funktion positiv beeinflusst. Allerdings waren die Auswirkungen auf das erwachsene Gehirn nicht klar. Es ist wenig bekannt über die Auswirkung dieser Ernährungsumstellung auf das Fettsäureprofil im adulten Gehirn und über die Veränderung in der Expression von Enzymen, die an der Fettsäurebiosynthese und dem Metabolismus, dem Um- und Abbau dieser Substanzen im Körper, beteiligt sind, sowie über die Veränderungen der daraus entstehenden sogenannten Oxylipine.
| Prof. Dr. Nils Helge Schebb |
Die Fütterung von Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) – uns bekannt als die Hauptbestandteile des "Lachsöls" – mit jeweils 1% im Futter über 30 Tage von erwachsenen Mäusen führte zu einer deutlichen Verschiebung des Fettsäuremusters im Gehirn:
Während die EPA, die Docosapentaensäure und die DHA erhöht waren, wurden viele Omega-6-Fettsäuren signifikant verringert (mit Ausnahme von C20:3 n6, einer Fettsäure mit 20 C-Atomen und 3 Doppelbindungen, wobei die Doppelbindung am 6. C-Atom dem Molekülende der Fettsäure am nächsten ist).
Diese Verschiebung des Musters der mehrfach ungesättigten Fettsäuren wurde gleichzeitig von immensen Unterschieden in den Konzentrationen ihrer oxidierten Metaboliten begleitet, die aus der enzymatischen Umwandlung der Fettsäuren entstehen.
Speziell die Metabolite der Arachidonsäure waren allesamt vermindert. Auch das Expressionsmuster von Delta-5- und Delta-6-Desaturasen war deutlich verändert. (Diese Desaturasen schaffen zusätzliche Doppelbindungen in den Fettsäuren, sind aber auch an der Verlängerung der kürzerkettigen Fettsäuren beteiligt). In beiden Experimenten wurde eine bemerkenswerte Zunahme der löslichen Epoxidhydrolase-(sEH)-Aktivität sowie deren Expression beobachtet. Was die verminderte Epoxy-Fettsäuren-Konzentrationen und das verminderte Verhältnis von Epoxy-Fettsäuren zu Dihydroxy-Fettsäuren erklärt.
Unter Berücksichtigung der hohen biologischen Aktivität von Epoxy-Fettsäuren, beispielsweise auf den Blutfluss und die nozizeptiven Signalwege (Schmerzverarbeitung), könnte dieser Befund für die Wirkungen von Omega-3-Fettsäuren bei neurodegenerativen Erkrankungen von Bedeutung sein.
Auf jeden Fall beweist die Studie, dass eine ausgeprägte Neu-Regulierung der Hirn-Fettsäuren-Muster und der Oxylipin-Muster durch eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren an erwachsene Nagetiere möglich ist.
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Sonntag, 4. Juni 2017
Omega-6-Fettsäuren: keine generelle Empfehlung für Herz-Kreislauf-Prophlaxe
Omega-6-Fettsäuren zu vertäufeln, würde einzelnen Spezies dieser Fettsäure-Gruppe nicht gerecht werden. Einige von ihnen wirken nämlich ähnlich anti-entzündlich wie die Omega-3-Fettsäuren. Beispielsweise die Gamma-Linolensäure in Nachtkerzen-Öl. Deshalb sollten künftig auch nur noch diese Spezies für die Prophylaxe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen empfohlen werden.
Montag, 22. Mai 2017
Omega-3 gegen trockene Augen
Viele Krankheiten in unserem Körper gehen auf Entzündungsprozesse zurück. Die Omega-3-Fettsäuren – sie sind zwar in aller Munde, nur essen wir sie viel zu selten – können gezielt gegen solche Entzündungen vorgehen – mit einer ganzen Batterie von Wirkstoffen, in die diese von unserem Körper umgewandelt werden. Auch "Trockene Augen" lassen sich damit offensichtlich gut "heilen".
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