Wo Regenwürmer ihr Werk verrichten, bleiben überraschenderweise die organischen Bestandteile im Boden länger erhalten als ohne sie. Eine aktuelle Studie zeigt, dass dies auf vorwiegend mechanische Effekte zurückzuführen ist und weniger auf die "Verdauungsleistung" der Würmer.
Neuigkeiten aus Natur, Wissenschaft und Technik
für den eiligen Leser gepresst und konzentriert.
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Montag, 5. Dezember 2016
Freitag, 11. November 2016
Würde die Welt so (fr)essen wie US-Amerikaner, müsste fast dreimal soviel Fläche umgepflügt werden
Die menschliche Aneignung von Land für die Nahrungsmittelproduktion hat das System der Erde grundlegend verändert, mit Auswirkungen auf Wasser, Boden, Luftqualität und das Klima. Veränderungen in den Bevölkerungszahlen, Ernährungsgewohnheiten, neue Technologien und die Produktivität der Ernten haben alle eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung der heutigen Landnutzung gespielt.
In einer Arbeit einer internationalen Forschergruppe wurde jetzt untersucht, wie sich die bisherigen und gegenwärtigen Entwicklungen in der Ernährung auf die globale landwirtschaftliche Landnutzung auswirken. Aus den zahlreichen maßgeblichen Variablen isolierten die Forscher dafür speziell die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Größe der landwirtschaftlichen Flächen, einschließlich der potenziellen Konsequenzen der Veränderungen in den Ernährungsvorlieben der Verbraucher.
Wenn die gesamte Weltbevölkerung das Konsummuster einer der jeweiligen Nationen anwenden würde, könnte sich die Größe der dann notwendigen landwirtschaftlichen Nutzfläche bis auf das 14-fache der minimal notwendigen Fläche aufblähen.
Innerhalb dieser Bandbreite ist für den landwirtschaftlichen Flächenbedarf ganz offensichtlich die Art der verzehrten Nahrungsmittel wichtiger als die Menge des Pro-Kopf-Verbrauchs, vor allem aufgrund der Auswirkungen tierischer Produkte, insbesondere jener von Wiederkäuern.
Die Erforschung der durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten in den USA und in Indien (die zwar sehr stark in Richtung der beiden Extreme tendieren, aber weder das globale Verbrauchsmaximum noch das Verbrauchsminimum darstellen) bietet dabei einen brauchbaren Rahmen für das Verständnis der Auswirkungen aud die Landnutzung, die sich aus unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten ergibt:
Würde die gesamte Welt das durchschnittliche indische Ernährungsmuster anwenden, könnte man 55% der heute genutzten landwirtschaftlichen Fläche brachlegen, während der globale Verbrauch, auf das hohe Niveau der durchschnittlichen USA-Essgewohnheiten hochgeschraubt, 178% mehr Land erfordern würde.
Die Vernichtung von Nahrungsmitteln und das Überessen spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Würde man in Indien Nahrungsmittel genauso achtlos wegwerfen und vernichten und sich so regelmäßig überfressen, wie das der Durchschnitts-US-Amerikaner zu tun pflegt, würde sich dort der Nahrungsmittelbedarf über Nacht verdoppeln.
Daher könnten Maßnahmen zur Beeinflussung zukünftigen Ernährungsverhaltens und zur Verringerung von Nahrungsmittelabfällen wesentlich zur globalen Ernährungssicherheit beitragen, sowie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Fazit in Schlagzeilen:
In einer Arbeit einer internationalen Forschergruppe wurde jetzt untersucht, wie sich die bisherigen und gegenwärtigen Entwicklungen in der Ernährung auf die globale landwirtschaftliche Landnutzung auswirken. Aus den zahlreichen maßgeblichen Variablen isolierten die Forscher dafür speziell die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Größe der landwirtschaftlichen Flächen, einschließlich der potenziellen Konsequenzen der Veränderungen in den Ernährungsvorlieben der Verbraucher.
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| Foto: Oliver Mohr / pixelio.de |
Innerhalb dieser Bandbreite ist für den landwirtschaftlichen Flächenbedarf ganz offensichtlich die Art der verzehrten Nahrungsmittel wichtiger als die Menge des Pro-Kopf-Verbrauchs, vor allem aufgrund der Auswirkungen tierischer Produkte, insbesondere jener von Wiederkäuern.
Die Erforschung der durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten in den USA und in Indien (die zwar sehr stark in Richtung der beiden Extreme tendieren, aber weder das globale Verbrauchsmaximum noch das Verbrauchsminimum darstellen) bietet dabei einen brauchbaren Rahmen für das Verständnis der Auswirkungen aud die Landnutzung, die sich aus unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten ergibt:
Würde die gesamte Welt das durchschnittliche indische Ernährungsmuster anwenden, könnte man 55% der heute genutzten landwirtschaftlichen Fläche brachlegen, während der globale Verbrauch, auf das hohe Niveau der durchschnittlichen USA-Essgewohnheiten hochgeschraubt, 178% mehr Land erfordern würde.
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| Foto: Margot Kessler / pixelio.de |
Daher könnten Maßnahmen zur Beeinflussung zukünftigen Ernährungsverhaltens und zur Verringerung von Nahrungsmittelabfällen wesentlich zur globalen Ernährungssicherheit beitragen, sowie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Fazit in Schlagzeilen:
- Entwicklung eines neuen Index (HALF) zur Quantifizierung der Auswirkungen der Ernährung auf die landwirtschaftliche Nutzfläche.
- Verbrauch des bis zum 14-fachen der minimal benötigten Anbaufläche, wenn einzelne nationale Essgewohnheiten auf die ganze Welt ausgedehnt würden.
- Das halbe aktuelle Anbaugebiet würde reichen, wenn die durchschnittliche indische Ernährungsweise weltweit zur Anwendung käme, aber fast das dreifache Anbaugebiet wäre bei weltweiter USA-Ernährungsweise notwendig.
- Die Art der Lebensmittel und Rohstoffe ist dabei wichtiger als die Menge.
Freitag, 4. November 2016
Vom Klima, dicken Bäuchen, Sepsiserregern und Geisterfahrern
Vegetarier haben dicke Bäuche - oder es sind Dinosaurier
Bei den Säugetieren haben Pflanzenfresser im Durchschnitt eine zweimal so große Körperhöhle wie Fleischfresser ähnlicher Körpergröße, das heißt, sie haben größere Därme. Auf Dinosaurier trifft das aber offensichtlich nicht zu. Es ließ sich nicht der geringste Unterschied zwischen Fleisch- und Pflanzenfressern feststellen.Die Resultate können nun einerseits darauf hindeuten, dass es schwierig ist, Dinosaurierskelette zuverlässig zu rekonstruieren. Der Befund kann andererseits auch aufzeigen, dass es einen grundlegenden Unterschied bei den morphologischen Prinzipien zwischen Säugetieren und anderen Tetrapoden gibt.
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| In der Studie wurden 3-D-Simulationen von 120 Tierskeletten von der Urzeit bis heute untersucht. Abb.: UZH |
Risiko Arzneimittelkopfschmerz
Mindestens 20 Tage pro Monat sollten Kopfschmerzpatienten ohne Schmerz- und Migränemittel auskommen. Durch die regelmäßige Einnahme der Mittel wird die Schmerzempfindlichkeit der Betroffenen erhöht. Ein Teufelskreis: Die Medikamente werden in zunehmend kürzeren Abständen konsumiert, verstärken aber das Problem, gegen das sie eigentlich helfen sollen. Bei Arzneimittelkopfschmerz hilft nur das vollständige Absetzen sämtlicher Schmerzmittel, was wegen der Entzugserscheinungen nur unter ärztlicher Aufsicht oder in einer spezialisierten Schmerzklinik erfolgen muss.Zur Meldung:
Demographie beschert weniger Steuereinnahmen
Die Alterung der Gesellschaft und der Bevölkerungsrückgang beeinträchtigen mittel- und langfristig die Steuereinnahmen in Deutschland. Bis zum Jahr 2060 wird die Bevölkerung in Deutschland nicht nur durchschnittlich älter, sondern auch deutlich kleiner sein als heute. Das Steueraufkommen wird in den nächsten Jahrzehnten entsprechend geringer. Dies zeigt eine Analyse von Fraunhofer FIT und Prognos im Auftrag des Bundesfinanzministeriums.![]() |
| Bis 2060 fällt das Einkommensteueraufkommen aufgrund demografischer Veränderungen 12 bis 21 Prozent geringer aus. Graphik: Fraunhofer FIT |
Link zur Studie:
Klimawandel in Deutschland: Umwälzende Veränderungen
Selbst eine globale Erwärmung von nur 1,5 - 2°C wird auch in Deutschland zu Veränderungen in allen Naturräumen, Wirtschaftssektoren und sämtlichen Lebensbereichen führen. Zunehmende Unwetteraktivitäten (Gewitter, Starkregen, Hagel und in Teilen Deutschlands auch Stürme) stellen Stadt und Land vor große Herausforderungen. Darüber hinaus wird sich durch den Klimawandel der Wasserhaushalt weiter verändern. Zum einen drohen verstärkte Niederschläge mit Hochwasser, zum anderen Dürreperioden, die die Grundwasserneubildung beeinträchtigen und die Wasserverkehrswege gefährden. Auch die Qualität der Acker- und Waldböden nimmt ab, etwa aufgrund von Vernässung oder Austrocknung. Eine verstärkte Bodenerosion wird die Menge an verfügbaren, produktiven Böden weiter reduzieren.
Die gesamte Pressemitteilung
Sepsiserreger in nur 24 Stunden enttarnt
Mikrobielle Krankheitserreger lassen sich durch Hochdurchsatzsequenzierung ihres Erbguts und spezielle bioinformatische Auswertungsalgorithmen innerhalb von nur 24 Stunden diagnostizieren. Dabei identifizieren diese Algorithmen die Erreger direkt über eine Sequenzanalyse ihres Erbguts (DNA) – ohne diese zuvor im Labor kultivieren zu müssen. Ein weiterer Vorteil: Enthalten die Proben nicht nur DNA von Bakterien, sondern auch von Viren oder Pilzen, werden diese ebenso sequenziert, analysiert und identifiziert.![]() |
| Mit modernen DNA-Sequenzierungstechnologien diagnostiziert das Fraunhofer IGB Sepsiserreger zuverlässig und innerhalb kürzester Zeit. Fraunhofer IGB |
Wink mit dem Zaunpfahl für Geisterfahrer
Drei Studenten haben ein solarbetriebenes Sensorsystem entwickelt, das Falschfahrer früh erkennt und Warnungen sowohl an Fahrer als auch Polizei oder Verkehrsfunk veranlassen kann. Der Prototyp, den die angehenden Ingenieure an der Universität des Saarlandes gebaut haben, wird im oberen Teil eines Leitpfostens installiert und erfasst im Zusammenspiel verschiedener Sensoren vorbeifahrende Autos. Dabei kann das System, das die Studenten bezeichnenderweise „Ghostbuster“ - „Geisterjäger“ - getauft haben, ein Auto in falscher Richtung von anderen Störungen, etwa durch Tiere, unterscheiden und mit Warn- und Informationssystemen verbunden werden.Die gesamte Pressemitteilung
Dienstag, 9. Februar 2016
Weniger verfügbare Bodenflächen für die Biosprit-Produktion als gedacht
Weniger verfügbare Bodenflächen für die Biosprit-Produktion als gedacht
Ein internationales Forscherteam stellte die frühere Schätzung von zusätzlichen Ackerflächen für den Anbau von Biosprit-Pflanzen auf den Prüfstand. Ergebnis: Um bis zu 80 Prozent mussten frühere Zahlen nach unten korrigiert werden.
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