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Montag, 28. November 2016

Kurzkettige Fettsäuren verhindern Entzündungsprozesse der Haut

Foto: Dieter Kreikemeier / pixelio.de
Kurzkettige Fettsäuren können entzündliche Prozesse der Haut, sogenannte Dermatosen, stoppen - per Injektion oder durch Auftragen auf die Haut.

Sonntag, 20. November 2016

Gegen Fettleibigkeit - nur mit Disziplin und Interdisziplin

Überernährung und sitzende Lebensweise führen zu Übergewicht oder Fettleibigkeit. Diese als abnorme oder übermäßige Fettansammlung definierten Zustände des Körpers können die die Gesundheit schwer beeinträchtigen. Nach Angaben der WHO hat sich die Fettleibigkeit zwischen 1980 und 2008 weltweit nahezu verdoppelt.

2008 waren der WHO zufolge über 50% der Männer und Frauen in Europa übergewichtig und etwa 23% der Frauen und 20% der Männer fettleibig.

Umfassende diagnostische und therapeutische Ansätze sollten auch eine Ernährungsbehandlung beinhalten, um das beste metabolische und ernährungsphysiologische Ergebnis zu erzielen, aber auch um die potenziellen krankheitsspezifischen Vorteile durch eine ausgewählte Ernährungsstrategie anzuregen.

Denn Fettleibigkeit wird in der Regel von einer erhöhten Muskelmasse begleitet. Was erklären könnte, warum Fettleibigkeit, unter bestimmten Umständen, wie Krebs oder hohem Alter, schützende Auswirkungen haben könnte, ein Phänomen, das als "Adipositas-Paradoxon" in der Fachwelt diskutiert wird. Allerdings kann auch ein Verlust der Muskelmasse oder Muskelfunktion auftreten, was mit einer schlechteren Prognose einhergeht und als "Sarkopenische Adipositas" bezeichnet wird.

Daher müssen Behandlungsempfehlungen individualisiert und an das Vorliegen zusätzlicher Erkrankungen angepasst werden. Da Fettleibigkeit eine chronische systemische Erkrankung ist, erfordert sie einen multidisziplinären Ansatz, sowohl auf der Ebene der Prävention als auch im Bereich der Therapie einschließlich Gewichtsabnahme und Erhaltung.

In dem hier kurz vorgestellten Review zum Thema präsentieren eine große Anzahl von europäischen Autoren ihre Ergebnisse und Vorschläge. Jeweils aus der Sicht ganz verschiedener Disziplinen, darunter Endokrinologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Pädiatrie, Chirurgie, Geriatrie, Intensivmedizin, Psychologie und Psychiatrie, Sportmedizin und Rheumatologie.

Fazit: Die Wissenschaft fordert - auf Basis der Fakten aus der Grundlagenforschung als auch aus der Klinischen Forschung -, diese Epidemie der Fettleibigkeit mit einem multidisziplinären Ansatz zu bekämpfen.

Hier geht es zum Review

 

Mittwoch, 16. November 2016

Gesammelte Science-News

Immer im Uhrzeigersinn

Forscher der University of Queensland haben das erstaunlich simple Geheimnis gelüftet, weshalb Vögel nie im Flug zusammenstoßen: sie manövrieren immer rechtsherum. Eine weitere Beobachtung der Forscher war, dass die Vögel selten auf der gleichen Höhe flogen. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Flughöhe durch die Position in der Gruppenhierarchie beeinflusst wird. Die neuen Forschungsergebnisse helfen bereits jetzt schon, einfache Strategien für Autopilot-Systeme und unbemannte Flugobjekte zu entwickeln, um frontale Zusammenstöße zu verhindern.

Drongo der Wellensittich Foto: The University of Queensland
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Gesund auf einen Klick

Einen Wirkstoff erst am Zielort, etwa einem Tumor, aus harmlosen Einzelteilen zusammenzusetzen, würde helfen, die Nebenwirkungen einer Therapie zu beschränken. Britische und malaysische Wissenschaftler stellten jetzt einen neuen, ungiftigen Katalysator aus Kupfernanopartikeln vor, mit dem sich inaktive Bausteine in einem lebenden System verknüpfen lassen. Beispielsweise zu einem Anti-Tumorwirkstoff. Die sogenannte Klick-Chemie stellt solche selektiv und hochspezifisch laufende Reaktionen zur Verfügung. Moleküle werden dabei wie Puzzleteile „zusammengeklickt“.

Nebenwirkungen von Krebstherapien lassen sich beschränken, wenn der Wirkstoff erst am Einsatzort zusammengesetzt wird. (c) Wiley-VCH
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Kurkumin, das Gelbe im Curry, entzündungshemmend wie Kortison

Pharmazeutinnen der Universität des Saarlandes ist der Nachweis gelungen, warum Kurkumin antientzündlich wirkt: Der Stoff, dem Currypulver seine gelbe Farbe verdankt, beeinflusst wie Kortison gezielt ein bestimmtes Protein („Gilz“), das bei Entzündungen im menschlichen Körper eine Schlüsselrolle spielt. In ihrer aktuellen Studie konnten sie belegen, dass dieses Protein, das bei Entzündungsprozessen typischerweise verschwindet, durch Kurkumin gezielt vermehrt gebildet wird. Das Forschungsergebnis bedeutet jedoch nicht, dass einfaches Currypulver Entzündungen heilen kann, denn solche Konzentrationen an Kurkumin kann man durch Verzehr nicht erreichen, zumal es schlecht wasserlöslich ist und deshalb schlecht vom Körper aufgenommen werden kann.

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Unsere Bosse leiden unter Paranoia

Paranoia fördert den beruflichen Aufstieg. Das ist das Ergebnis einer Studie an der Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg. Das hohe Misstrauen anderen gegenüber und die damit einhergehende ständige Aufmerksamkeit auf potentiell unvorteilhafte Situationen helfen paranoiden Menschen, in Unternehmen nach oben zu kommen. Merkmale einer paranoiden Persönlichkeit sind unter anderem das Gefühl, von anderen hintergangen und ausgenutzt zu werden. Die Betroffenen vermuten überall um sie herum feindselige Haltungen ihnen gegenüber. Das führe zu einer genauen Beobachtung der sozialen Umgebung und einer häufig wechselnden Einteilung in Freund und Feind. Paranoide Menschen sind bestrebt, Beziehungen so zu managen, dass ihre vermeintlichen Widersacher wenig Angriffspunkte haben. Und das hilft der Karriere.

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Ein fauler Hahn wird fett, ein fettes Kücken dumm

Neuste Erkenntnisse von Forschern der ETH und Universität Zürich deuten darauf hin, dass fettreiches Essen die Reifung eines Teils der Hirnrinde bei Heranwachsenden massiv stören könnte. Dadurch drohen im Erwachsenenalter Defizite bei Lernprozessen, der Persönlichkeit, und der Impulskontrolle.

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Migration mit Nebenwirkung

Eingeschleppte Arten sind weltweit zu einer Bedrohung für die biologische Vielfalt geworden. Gegenmaßnahmen zu treffen, ist schwierig, weil die Wege, auf denen die Pflanzen und Tiere zu uns gelangen, sehr unterschiedlich und meist nicht vollständig erfasst sind. Ein internationales Forscherteam hat zwei der wichtigsten Datenbanken zu invasiven Arten miteinander verknüpft. Dabei fanden sie heraus, dass die schädlichsten invasiven Arten besonders viele Pfade nutzen und häufig sowohl absichtlich als auch unabsichtlich eingeführt werden. Die im Sommer 2016 veröffentlichte „Unionsliste“ ist das zentrale Instrument einer neuen EU-Verordnung. In dieser verpflichten sich alle EU-Mitgliedstaaten zu Maßnahmen, die verhindern sollen, dass die aufgelisteten Arten in die EU eingeführt werden oder sich dort weiter ausbreiten.

Das invasive Grauhörnchen ist eine der Arten auf der Unionsliste, die auch bei uns immer häufiger zu sehen ist. Es gefährdet die hierzulande heimischen roten Eichhörnchen. (Quelle: Wikipedia.de: Von Diliff - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1468736)
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Die Erdspeicher sind voll - CO2 vermehrt in die Atmosphäre

Obwohl die anthropogenen Emissionen in 2015 nur sehr gering angestiegen sind, markiert die Zunahme von 23 Gt Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre pro Jahr einen neuen Wachstumsrekord. Sie übertrifft damit auch den Zuwachs der vorherigen Dekade, der im Durchschnitt bei 16 Gt CO2 pro Jahr lag. Das Jahr 2016 könnte mit 25 Gt CO2 pro Jahr einen weiteren Rekord aufstellen. Die atmosphärische CO2-Konzentration liegt nun um 44 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit und ist damit die höchste der letzten 800 000 Jahre.

Blick auf den Amazonas Regenwald in Brasilien, einer riesigen Kohlenstoffsenke, vom ATTO-Klimamessturm Jost V. Lavric
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Donnerstag, 3. November 2016

Kork bei die Fische - und weitere News

Nase spendiert Knie Knorpelzellen

Werden aus der Nasenscheidewand Knorpelzellen entnommen, können diese im Labor zu einem funktionsfähigen Gewebe gezüchtet werden. Damit lässt sich beschädigtes Knorpelgewebe im Kniegelenk ersetzen und somit heilen

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Kork im Fischfutter

Einem neu entwickelten Fischfutter ist Kork beigemischt. Die Korkpartikel reichern sich unverdaut in den Ausscheidungen der Fische an und lassen den ausgeschiedenen Kot an der Wasseroberfläche schwimmen, wo er leicht quantitativ abgeschöpft werden kann. Der Kork-Zusatz ist für die Fische unschädlich und gleichzeitig zudem umweltfreundlich, da die gewonnenen Ausscheidungen der Fische direkt als Dünger Verwendung finden. In Aquakulturen werden die Filtersysteme weniger belastet und die Reinigungszyklen können signifikant verlängert werden.

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Wenn die Kindheit lange Schatten wirft - Missbrauch und Misshandlung verändern Immunprozesse

Wenn Kinder misshandelt, missbraucht oder vernachlässigt werden, finden sich noch viele Jahre danach erhöhte Entzündungswerte im Blut. Die Folgen sind nicht nur ein erhöhtes Risiko für psychische Erkrankungen, sondern auch für bestimmte altersassoziierte körperliche Erkrankungen

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Die Aktivierung des Immunrezeptors TREM-1 führt zur vermehrten Aufnahme und Akkumulation von Lipiden in Monozyten und Makrophagen und zu deren Differenzierung in Schaumzellen © Universität Bern
 

Entstehung von Arterienverkalkung

Berner Forschende am Institut für Pathologie haben nun einen Rezeptor auf Immunzellen ins Visier genommen, welcher normalerweise die Abwehr gegen mikrobielle Erreger verstärkt. Tatsächlich wird dieser Rezeptor aber auch durch eine längerfristige fettreiche Ernährung aktiviert und trägt dadurch zur Arteriosklerose bei.

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Fettidemie

Fast jeder sechste Erwachsene in der EU gilt als adipös 46,1% der Erwachsenen in der Europäischen Union (EU) hatten im Jahr 2014 Normalgewicht, während etwas mehr als die Hälfte (51,6%) als übergewichtig (35,7% präadipös und 15,9% adipös) und 2,3% als untergewichtig zu bezeichnen waren.

Vollständige Pressemitteilung

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Freitag, 12. Februar 2016

Fett-Analytik wie geschmiert

Analytik wie geschmiert

Industriell hergestellte Glyceride finden breite Verwendung in so unterschiedlichen Wirtschaftszweigen wie der Lebensmittel- und die Kosmetikindustrie. Selbst Biodiesel wird so hergestellt. Oft ist dabei die Prozessanalytik schwieriger als die Verfahren selbst, weil es sich dabei meist um Mehrphasen-Systeme handelt, was eine Probenahme sehr fehleranfällig macht. An der Uni Hamburg-Haburg konnte man jetzt dagegen Abhilfe schaffen.

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