Eine aktuelle Studie beweist: Inzwischen hat schon jeder vierte 45jährige hierzulande Probleme beim Geschlechtsverkehr, die Hälfte davon schwere bis mittelschwere Probleme. Erektile Dysfunktion nennt es der Mediziner, wenn das Glied nicht steif genug wird für einen erfüllenden Geschlechtsakt. Noch zur Jahrhundertwende war das nur bei etwa jedem fünften 45jährigen der Fall.
Neuigkeiten aus Natur, Wissenschaft und Technik
für den eiligen Leser gepresst und konzentriert.
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Donnerstag, 10. Januar 2019
Mittwoch, 7. November 2018
Unser kurzfristiges Selbst kostet uns fünf Lebensjahre
Ich sollte diesen Donut nicht essen. Zwei unserer "Persönlichkeitsteile" geraten selbst über so eine alltägliche Banalität in Streit, und oft siegt dabei der Drang nach schneller Wunschbefriedigung über unsere Selbstkontrolle. Diese wäre dabei der Königsweg für jene, die ihrem Leben Jahre geben wollen, immerhin fünf mehr. Jene aber, die ihren Jahren Leben geben wollen und auf Körpergewicht und Gesundheit deshalb eher pfeifen, beißen in das Fettgebäck.
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Dienstag, 19. Juni 2018
Fettleibigkeit fällt nicht vom Himmel, wird uns aber schon in die Wiege gelegt
Wer der europaweiten Fettleibigkeit auf den Leib rücken will, muss vor allem die Kinder in Südeuropa in den Blick nehmen – und dort jene sozioökonomisch benachteiligten Bevölkerungsteile, bei denen die Eltern schon übergewichtig oder gar fettleibig sind. Denn hier ist die Gefahr einer Entwicklung zur Fettleibigkeit deutlich erhöht. Gerade das Vorschulalter ist dabei das entscheidende Zeitfenster, in dem ein Gesundheitssystem ansetzen muss.
Montag, 14. Mai 2018
Tödliches Tandem: Fettleibigkeit und schwache Muskulatur
Paaren sich Fettleibigkeit und Übergewicht mit abnehmender Muskelmasse wird es gefährlich für den Patienten. Es drohen vorzeitige Gebrechlichkeit und Sterblichkeit. Speziell bei Reduktionsdiäten dürfen Patienten aber auch die behandelnden Ärzte deshalb die Gesunderhaltung der Skelettmuskulatur nicht aus den Augen verlieren.
Mittwoch, 22. November 2017
Fette Männer verweiblichen
Mit zunehmender Fettleibigkeit schmiert das Testosteron ab. Das sollte jene Männer hellhörig werden lassen, deren Übergewicht oder Fettleibigkeit ihrem ästhetischen Empfinden bislang nicht im Wege stand. Denn es geht immerhin um ihre Libido und ihrem männlichen Selbstverständnis, Frauen glücklich machen zu können – und zu wollen. Jenseits der 60 erhöht sich bei übergewichtigen Männern dann auch noch das weibliche Hormon Östrogen! Bei jüngeren Männern sorgen solche hohen Östrogenspiegel für eine erhöhte Neigung zu Depressionen.
Dienstag, 19. September 2017
Kampf der Fettleibigkeit: Schickt eure Kinder zum Sport!
Und wieder eine Binsenweisheit (wohl längst vergangener Zeiten ), die jetzt wissenschaftliche Unterfütterung erfährt: Es sind die Eltern, die für die Fettleibigkeit ihrer Kinder verantwortlich sind – (für jene, denen diese Aussage zu hart erscheinen mag: die maßgeblich sind für die Fettleibigkeit und die körperliche Fitness ihrer Kinder).
Donnerstag, 16. März 2017
Macht uns das Kuschelhormon Oxytocin nicht nur sexy, sondern auch schlank?
"Ein guter Hahn wird nicht fett". Wir alle kennen dieses Sprichwort und denken wohl insgeheim an einen 5000-Meter-Lauf, dem ein Geschlechtsakt gleichkommen soll, zumindest was den Verbrauch von Kalorien angeht. Vielleicht ist daran aber etwas ganz anderes Schuld: das Liebes- und Kuschelhormon Oxytocin. Es reduziert nämlich das Verlangen nach Nahrungsaufnahme und ersetzt dieses Verlangen durch das "Schmetterlinge-im-Bauch-Gefühl", was Liebende allein von "Luft und Liebe" (über)leben lässt. Also: Kuscheln oder lieben Sie doch einfach ihre ungeliebten Speckröllchen weg!
Dienstag, 28. Februar 2017
Dicke Mädchen und schlanke Jungs kommen früher in die Pubertät
Dicke Mädchen kommen früher in die Pubertät als schlankere. Dicke Jungs kommen später in die Pubertät als schlankere. Eine Reduktionsdiät sorgt bei übergewichtigen Kindern dafür, dass bei Mädchen die Pubertät wieder später einsetzt, bei Jungs wieder früher.
Dienstag, 21. Februar 2017
Paleo-Diät nach Expertenaussage empfehlenswert
Verschiedene Low Carb-Diäten – wie etwa die Paleo-Diät – basieren auf einer kohlenhydratarmen Kost. Das ist aus Expertensicht empfehlenswert. Eine Senkung des Kohlenhydratanteils auf 30 bis 40 Prozent der Gesamtenergieaufnahme bei gleichzeitiger Erhöhung des Fett- und Proteinverzehrs schneidet in Einzelaspekten besser ab als die klassischen fettarmen, kohlenhydratreichen Ernährungsformen. Vor allemPersonen mit Diabetes Typ 2 könnten von einer Low Carb-Ernährung besonders profitieren.
Montag, 21. November 2016
Auch eine Stuhltransplantation "light" hilft bei Darminfektionen
Bei hartnäckigen und schwerwiegenden Infektionen des Darms, beispielsweise mit Clostridium difficile, hat sich eine relativ junge Methode bewährt, die Stuhltransplantation (engl. Fecal Microbiota Transplantation (FMT)).
Der Stuhl eines gesunden Spenders wird dabei mit physiologischer Kochsalzlösung vermischt und die Mischung grob gefiltert. Die so entstandene Suspension wird durch einen Einlauf oder während einer Koloskopie in den Dickdarm des Patienten eingeleitet oder aber durch eine Nasensonde in den Zwölffingerdarm gespritzt.
Die Übertragung von weitgehend unbekannten lebenden Bakterien kann jedoch zu unkontrollierbaren Risiken für infektiöse und metabolische oder maligne Erkrankungen führen, insbesondere bei immungeschwächten Patienten. So wurde jetzt von einem Fall aus den USA berichtet, bei der der Stuhl der Tochter zwar die Clostridium-Infektion der Mutter heilen konnte, gleichzeitig "übertrug" sich dabei aber auch die Neigung der Tochter zur Fettleibigkeit auf die bis dahin normalgewichtige Mutter.
Forscher in Kiel untersuchten deshalb, ob auch sterile Fäkalfiltrate, die nur noch Bruchstücke abgetöteter Bakterien, Proteine, antimikrobielle chemische Verbindungen, Abbauprodukte und Oligonukleotide sowie DNA-Fragmente enthielten, wirksam sein könnten.
Eine Untersuchung an fünf Patienten mit Closdridium-Infektion zeigte, dass die Übertragung von sterilen Filtraten tatsächlich ausreichend sein kann, um normalen Stuhlgang wiederherzustellen und Krankheits-Symptome zu beseitigen.
Dieser Befund zeige, so die Forscher, dass auch nur bakterielle Komponenten, Metaboliten und Bakteriophagen im Filtrat viele der Effekte einer kompletten Stuhltransplantation auslösen und dass sterile Stuhl-Filtrate ein alternativer Ansatz sein können, insbesondere für immungeschwächte Patienten.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Der Stuhl eines gesunden Spenders wird dabei mit physiologischer Kochsalzlösung vermischt und die Mischung grob gefiltert. Die so entstandene Suspension wird durch einen Einlauf oder während einer Koloskopie in den Dickdarm des Patienten eingeleitet oder aber durch eine Nasensonde in den Zwölffingerdarm gespritzt.
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| Nur wenns hinterm Herzl brummt, sind Darm und Mensch gesund. Foto: Rike / pixelio.de |
Forscher in Kiel untersuchten deshalb, ob auch sterile Fäkalfiltrate, die nur noch Bruchstücke abgetöteter Bakterien, Proteine, antimikrobielle chemische Verbindungen, Abbauprodukte und Oligonukleotide sowie DNA-Fragmente enthielten, wirksam sein könnten.
Eine Untersuchung an fünf Patienten mit Closdridium-Infektion zeigte, dass die Übertragung von sterilen Filtraten tatsächlich ausreichend sein kann, um normalen Stuhlgang wiederherzustellen und Krankheits-Symptome zu beseitigen.
Dieser Befund zeige, so die Forscher, dass auch nur bakterielle Komponenten, Metaboliten und Bakteriophagen im Filtrat viele der Effekte einer kompletten Stuhltransplantation auslösen und dass sterile Stuhl-Filtrate ein alternativer Ansatz sein können, insbesondere für immungeschwächte Patienten.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Studenten ernähren sich ab der Immatrikulation schlechter
Eine gesunde Ernährung spielt eine Schlüsselrolle bei der Prävention von Fettleibigkeit und nicht übertragbaren Krankheiten wie Typ-2-Diabetes. Dies gilt für alle Altersgruppen, auch für junge Erwachsene. Da in früheren Studien ungesunde Ernährungsgewohnheiten bei jungen Erwachsenen, insbesondere bei Studenten, festgestellt wurden, wurde diese Gruppe in bestehenden Strategien zur Gesundheitsförderung einfach ausgeklammert.
Das Ziel einer Studie aus Mannheim und Düsseldorf war jetzt, das grundlegende Essverhalten, die üblichen Barrieren für gesunde Ernährung und die Veränderungen des Essverhaltens von Studenten seit der Immatrikulation zu erkunden. Die Forscher verwendeten dafür Daten aus dem quantitativen Teil der Studie "Ernährung und körperliche Aktivität" einer Querschnitts-Online-Befragung.
Studierende aus ganz Deutschland wurden für diese Untersuchung herangezogen. Insgesamt nahmen 689 Hochschulstudenten (30,5% männlich, Durchschnittsalter: 22,69) an mehr als 40 deutschen Hochschulen teil.
Dabei wurde festgestellt, dass es im Hinblick auf den Konsum spezifischer Lebensmittelgruppen, zB Obst und Gemüse, Raum für Verbesserungen gibt. Die wichtigsten Hindernisse für gesunde Ernährung waren Zeitmangel aufgrund des Studiums, mangelnde gesunde Mahlzeiten in den Universitätskantinen und hohe Preise für gesunde Lebensmittel.
Eine Clusteranalyse ergab, dass die Barrieren für gesunde Ernährung womöglich unterschiedlich hoch sind und nur bestimmte Teilgruppen, zum Beispiel Neulinge, beeinflussen könnten. Veränderungen beim Essverhalten mit Beginn des Studiums wurden beim Verbrauch von Fleisch, Fisch und regelmäßigen Mahlzeiten gefunden.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Das Ziel einer Studie aus Mannheim und Düsseldorf war jetzt, das grundlegende Essverhalten, die üblichen Barrieren für gesunde Ernährung und die Veränderungen des Essverhaltens von Studenten seit der Immatrikulation zu erkunden. Die Forscher verwendeten dafür Daten aus dem quantitativen Teil der Studie "Ernährung und körperliche Aktivität" einer Querschnitts-Online-Befragung.
Studierende aus ganz Deutschland wurden für diese Untersuchung herangezogen. Insgesamt nahmen 689 Hochschulstudenten (30,5% männlich, Durchschnittsalter: 22,69) an mehr als 40 deutschen Hochschulen teil.
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| Foto: Tim Reckmann / pixelio.de |
Eine Clusteranalyse ergab, dass die Barrieren für gesunde Ernährung womöglich unterschiedlich hoch sind und nur bestimmte Teilgruppen, zum Beispiel Neulinge, beeinflussen könnten. Veränderungen beim Essverhalten mit Beginn des Studiums wurden beim Verbrauch von Fleisch, Fisch und regelmäßigen Mahlzeiten gefunden.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Sonntag, 20. November 2016
Gegen Fettleibigkeit - nur mit Disziplin und Interdisziplin
Überernährung und sitzende Lebensweise führen zu Übergewicht oder Fettleibigkeit. Diese als abnorme oder übermäßige Fettansammlung definierten Zustände des Körpers können die die Gesundheit schwer beeinträchtigen. Nach Angaben der WHO hat sich die Fettleibigkeit zwischen 1980 und 2008 weltweit nahezu verdoppelt.
2008 waren der WHO zufolge über 50% der Männer und Frauen in Europa übergewichtig und etwa 23% der Frauen und 20% der Männer fettleibig.
Umfassende diagnostische und therapeutische Ansätze sollten auch eine Ernährungsbehandlung beinhalten, um das beste metabolische und ernährungsphysiologische Ergebnis zu erzielen, aber auch um die potenziellen krankheitsspezifischen Vorteile durch eine ausgewählte Ernährungsstrategie anzuregen.
Denn Fettleibigkeit wird in der Regel von einer erhöhten Muskelmasse begleitet. Was erklären könnte, warum Fettleibigkeit, unter bestimmten Umständen, wie Krebs oder hohem Alter, schützende Auswirkungen haben könnte, ein Phänomen, das als "Adipositas-Paradoxon" in der Fachwelt diskutiert wird. Allerdings kann auch ein Verlust der Muskelmasse oder Muskelfunktion auftreten, was mit einer schlechteren Prognose einhergeht und als "Sarkopenische Adipositas" bezeichnet wird.
Daher müssen Behandlungsempfehlungen individualisiert und an das Vorliegen zusätzlicher Erkrankungen angepasst werden. Da Fettleibigkeit eine chronische systemische Erkrankung ist, erfordert sie einen multidisziplinären Ansatz, sowohl auf der Ebene der Prävention als auch im Bereich der Therapie einschließlich Gewichtsabnahme und Erhaltung.
In dem hier kurz vorgestellten Review zum Thema präsentieren eine große Anzahl von europäischen Autoren ihre Ergebnisse und Vorschläge. Jeweils aus der Sicht ganz verschiedener Disziplinen, darunter Endokrinologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Pädiatrie, Chirurgie, Geriatrie, Intensivmedizin, Psychologie und Psychiatrie, Sportmedizin und Rheumatologie.
Fazit: Die Wissenschaft fordert - auf Basis der Fakten aus der Grundlagenforschung als auch aus der Klinischen Forschung -, diese Epidemie der Fettleibigkeit mit einem multidisziplinären Ansatz zu bekämpfen.
Hier geht es zum Review
2008 waren der WHO zufolge über 50% der Männer und Frauen in Europa übergewichtig und etwa 23% der Frauen und 20% der Männer fettleibig.
Umfassende diagnostische und therapeutische Ansätze sollten auch eine Ernährungsbehandlung beinhalten, um das beste metabolische und ernährungsphysiologische Ergebnis zu erzielen, aber auch um die potenziellen krankheitsspezifischen Vorteile durch eine ausgewählte Ernährungsstrategie anzuregen.
Denn Fettleibigkeit wird in der Regel von einer erhöhten Muskelmasse begleitet. Was erklären könnte, warum Fettleibigkeit, unter bestimmten Umständen, wie Krebs oder hohem Alter, schützende Auswirkungen haben könnte, ein Phänomen, das als "Adipositas-Paradoxon" in der Fachwelt diskutiert wird. Allerdings kann auch ein Verlust der Muskelmasse oder Muskelfunktion auftreten, was mit einer schlechteren Prognose einhergeht und als "Sarkopenische Adipositas" bezeichnet wird.
Daher müssen Behandlungsempfehlungen individualisiert und an das Vorliegen zusätzlicher Erkrankungen angepasst werden. Da Fettleibigkeit eine chronische systemische Erkrankung ist, erfordert sie einen multidisziplinären Ansatz, sowohl auf der Ebene der Prävention als auch im Bereich der Therapie einschließlich Gewichtsabnahme und Erhaltung.
In dem hier kurz vorgestellten Review zum Thema präsentieren eine große Anzahl von europäischen Autoren ihre Ergebnisse und Vorschläge. Jeweils aus der Sicht ganz verschiedener Disziplinen, darunter Endokrinologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Pädiatrie, Chirurgie, Geriatrie, Intensivmedizin, Psychologie und Psychiatrie, Sportmedizin und Rheumatologie.
Fazit: Die Wissenschaft fordert - auf Basis der Fakten aus der Grundlagenforschung als auch aus der Klinischen Forschung -, diese Epidemie der Fettleibigkeit mit einem multidisziplinären Ansatz zu bekämpfen.
Hier geht es zum Review
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