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Donnerstag, 5. Januar 2017

Klimawandel!? - ein Fall von Lügenpresse light

Auch in Sachen Klima neigen Journalisten inzwischen zu einer interpretierenden Berichterstattung – weg von den reinen Fakten oder zumindest über die reinen Fakten hinaus. Und Forscher der Medienwissenschaft haben jetzt einen noch problematischeren Sachverhalt erkannt: Die individuellen Einstellungen der Journalisten zum Klimawandel spiegeln sich in ihren Artikeln wider.

Donnerstag, 24. November 2016

Die Tigermücke ist da und überwintert inzwischen in Südostdeutschland

Im Rahmen eines deutschen Moskito-Monitoring-Programms wurde der "Mückenatlas" (Moskito-Atlas) als Instrument der Bürgerbeteiligung an der Moskito-Kartierung eingeführt.

Mittwoch, 16. November 2016

Gesammelte Science-News

Immer im Uhrzeigersinn

Forscher der University of Queensland haben das erstaunlich simple Geheimnis gelüftet, weshalb Vögel nie im Flug zusammenstoßen: sie manövrieren immer rechtsherum. Eine weitere Beobachtung der Forscher war, dass die Vögel selten auf der gleichen Höhe flogen. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Flughöhe durch die Position in der Gruppenhierarchie beeinflusst wird. Die neuen Forschungsergebnisse helfen bereits jetzt schon, einfache Strategien für Autopilot-Systeme und unbemannte Flugobjekte zu entwickeln, um frontale Zusammenstöße zu verhindern.

Drongo der Wellensittich Foto: The University of Queensland
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Gesund auf einen Klick

Einen Wirkstoff erst am Zielort, etwa einem Tumor, aus harmlosen Einzelteilen zusammenzusetzen, würde helfen, die Nebenwirkungen einer Therapie zu beschränken. Britische und malaysische Wissenschaftler stellten jetzt einen neuen, ungiftigen Katalysator aus Kupfernanopartikeln vor, mit dem sich inaktive Bausteine in einem lebenden System verknüpfen lassen. Beispielsweise zu einem Anti-Tumorwirkstoff. Die sogenannte Klick-Chemie stellt solche selektiv und hochspezifisch laufende Reaktionen zur Verfügung. Moleküle werden dabei wie Puzzleteile „zusammengeklickt“.

Nebenwirkungen von Krebstherapien lassen sich beschränken, wenn der Wirkstoff erst am Einsatzort zusammengesetzt wird. (c) Wiley-VCH
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Kurkumin, das Gelbe im Curry, entzündungshemmend wie Kortison

Pharmazeutinnen der Universität des Saarlandes ist der Nachweis gelungen, warum Kurkumin antientzündlich wirkt: Der Stoff, dem Currypulver seine gelbe Farbe verdankt, beeinflusst wie Kortison gezielt ein bestimmtes Protein („Gilz“), das bei Entzündungen im menschlichen Körper eine Schlüsselrolle spielt. In ihrer aktuellen Studie konnten sie belegen, dass dieses Protein, das bei Entzündungsprozessen typischerweise verschwindet, durch Kurkumin gezielt vermehrt gebildet wird. Das Forschungsergebnis bedeutet jedoch nicht, dass einfaches Currypulver Entzündungen heilen kann, denn solche Konzentrationen an Kurkumin kann man durch Verzehr nicht erreichen, zumal es schlecht wasserlöslich ist und deshalb schlecht vom Körper aufgenommen werden kann.

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Unsere Bosse leiden unter Paranoia

Paranoia fördert den beruflichen Aufstieg. Das ist das Ergebnis einer Studie an der Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg. Das hohe Misstrauen anderen gegenüber und die damit einhergehende ständige Aufmerksamkeit auf potentiell unvorteilhafte Situationen helfen paranoiden Menschen, in Unternehmen nach oben zu kommen. Merkmale einer paranoiden Persönlichkeit sind unter anderem das Gefühl, von anderen hintergangen und ausgenutzt zu werden. Die Betroffenen vermuten überall um sie herum feindselige Haltungen ihnen gegenüber. Das führe zu einer genauen Beobachtung der sozialen Umgebung und einer häufig wechselnden Einteilung in Freund und Feind. Paranoide Menschen sind bestrebt, Beziehungen so zu managen, dass ihre vermeintlichen Widersacher wenig Angriffspunkte haben. Und das hilft der Karriere.

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Ein fauler Hahn wird fett, ein fettes Kücken dumm

Neuste Erkenntnisse von Forschern der ETH und Universität Zürich deuten darauf hin, dass fettreiches Essen die Reifung eines Teils der Hirnrinde bei Heranwachsenden massiv stören könnte. Dadurch drohen im Erwachsenenalter Defizite bei Lernprozessen, der Persönlichkeit, und der Impulskontrolle.

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Migration mit Nebenwirkung

Eingeschleppte Arten sind weltweit zu einer Bedrohung für die biologische Vielfalt geworden. Gegenmaßnahmen zu treffen, ist schwierig, weil die Wege, auf denen die Pflanzen und Tiere zu uns gelangen, sehr unterschiedlich und meist nicht vollständig erfasst sind. Ein internationales Forscherteam hat zwei der wichtigsten Datenbanken zu invasiven Arten miteinander verknüpft. Dabei fanden sie heraus, dass die schädlichsten invasiven Arten besonders viele Pfade nutzen und häufig sowohl absichtlich als auch unabsichtlich eingeführt werden. Die im Sommer 2016 veröffentlichte „Unionsliste“ ist das zentrale Instrument einer neuen EU-Verordnung. In dieser verpflichten sich alle EU-Mitgliedstaaten zu Maßnahmen, die verhindern sollen, dass die aufgelisteten Arten in die EU eingeführt werden oder sich dort weiter ausbreiten.

Das invasive Grauhörnchen ist eine der Arten auf der Unionsliste, die auch bei uns immer häufiger zu sehen ist. Es gefährdet die hierzulande heimischen roten Eichhörnchen. (Quelle: Wikipedia.de: Von Diliff - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1468736)
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Die Erdspeicher sind voll - CO2 vermehrt in die Atmosphäre

Obwohl die anthropogenen Emissionen in 2015 nur sehr gering angestiegen sind, markiert die Zunahme von 23 Gt Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre pro Jahr einen neuen Wachstumsrekord. Sie übertrifft damit auch den Zuwachs der vorherigen Dekade, der im Durchschnitt bei 16 Gt CO2 pro Jahr lag. Das Jahr 2016 könnte mit 25 Gt CO2 pro Jahr einen weiteren Rekord aufstellen. Die atmosphärische CO2-Konzentration liegt nun um 44 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit und ist damit die höchste der letzten 800 000 Jahre.

Blick auf den Amazonas Regenwald in Brasilien, einer riesigen Kohlenstoffsenke, vom ATTO-Klimamessturm Jost V. Lavric
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Freitag, 11. November 2016

Würde die Welt so (fr)essen wie US-Amerikaner, müsste fast dreimal soviel Fläche umgepflügt werden

Die menschliche Aneignung von Land für die Nahrungsmittelproduktion hat das System der Erde grundlegend verändert, mit Auswirkungen auf Wasser, Boden, Luftqualität und das Klima. Veränderungen in den Bevölkerungszahlen, Ernährungsgewohnheiten, neue Technologien und die Produktivität der Ernten haben alle eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung der heutigen Landnutzung gespielt.

In einer Arbeit einer internationalen Forschergruppe wurde jetzt untersucht, wie sich die bisherigen und gegenwärtigen Entwicklungen in der Ernährung auf die globale landwirtschaftliche Landnutzung auswirken. Aus den zahlreichen maßgeblichen Variablen isolierten die Forscher dafür speziell die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Größe der landwirtschaftlichen Flächen, einschließlich der potenziellen Konsequenzen der Veränderungen in den Ernährungsvorlieben der Verbraucher.

Foto: Oliver Mohr / pixelio.de
Wenn die gesamte Weltbevölkerung das Konsummuster einer der jeweiligen Nationen anwenden würde, könnte sich die Größe der dann notwendigen landwirtschaftlichen Nutzfläche bis auf das 14-fache der minimal notwendigen Fläche aufblähen.

Innerhalb dieser Bandbreite ist für den landwirtschaftlichen Flächenbedarf ganz offensichtlich die Art der verzehrten Nahrungsmittel wichtiger als die Menge des Pro-Kopf-Verbrauchs, vor allem aufgrund der Auswirkungen tierischer Produkte, insbesondere jener von Wiederkäuern.

Die Erforschung der durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten in den USA und in Indien (die zwar sehr stark in Richtung der beiden Extreme tendieren, aber weder das globale Verbrauchsmaximum noch das Verbrauchsminimum darstellen) bietet dabei einen brauchbaren Rahmen für das Verständnis der Auswirkungen aud die Landnutzung, die sich aus unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten ergibt:

Würde die gesamte Welt das durchschnittliche indische Ernährungsmuster anwenden, könnte man 55% der heute genutzten landwirtschaftlichen Fläche brachlegen, während der globale Verbrauch, auf das hohe Niveau der durchschnittlichen USA-Essgewohnheiten hochgeschraubt, 178% mehr Land erfordern würde.

Foto: Margot Kessler / pixelio.de
Die Vernichtung von Nahrungsmitteln und das Überessen spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Würde man in Indien Nahrungsmittel genauso achtlos wegwerfen und vernichten und sich so regelmäßig überfressen, wie das der Durchschnitts-US-Amerikaner zu tun pflegt, würde sich dort der Nahrungsmittelbedarf über Nacht verdoppeln.

Daher könnten Maßnahmen zur Beeinflussung zukünftigen Ernährungsverhaltens und zur Verringerung von Nahrungsmittelabfällen wesentlich zur globalen Ernährungssicherheit beitragen, sowie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

 

Fazit in Schlagzeilen:

  • Entwicklung eines neuen Index (HALF) zur Quantifizierung der Auswirkungen der Ernährung auf die landwirtschaftliche Nutzfläche.
  • Verbrauch des bis zum 14-fachen der minimal benötigten Anbaufläche, wenn einzelne nationale Essgewohnheiten auf die ganze Welt ausgedehnt würden.
  • Das halbe aktuelle Anbaugebiet würde reichen, wenn die durchschnittliche indische Ernährungsweise weltweit zur Anwendung käme, aber fast das dreifache Anbaugebiet wäre bei weltweiter USA-Ernährungsweise notwendig.
  • Die Art der Lebensmittel und Rohstoffe ist dabei wichtiger als die Menge.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung

 

Donnerstag, 10. November 2016

Je schwerer die Jahresringe desto heftiger die Niederschläge

Jahresringe von Bäumen sind ein viel und erfolgreich genutztes Klimaarchiv, das auf einer Zeitskala von mehreren Jahrhunderten, manchmal sogar mehreren Jahrtausenden, eine Auflösung von Jahresfristen bietet. Isotopenverhältnisse in solchen Jahresringen werden lange schon angewendet, um Klimaparameter wie Temperatur und Niederschlag über die Lebenszeiten der Bäume hinweg zu messen.

In einer neuen deutsch-amerikanischen Studie untersuchten Forscher aus Mainz, Heidelberg und Salt Lake City stabile Wasserstoffisotopenverhältnisse (das sind Verhältnisse stabiler, also nicht-radioaktiver Isotope, wie H und D, aber nicht T) von Methoxylgruppen des Lignins verschiedener Baumarten, die entlang einer etwa 3500 km langen Linie in nord-südlicher Richtung durch ganz Europa gesammelt wurden - mit mittleren Jahrestemperaturen (MAT) im Bereich von - 4 bis + 17 ° C.

Die Wissenschaftler fanden dabei eine starke lineare Beziehung zwischen diesen MATs und den δ2H-Werten des Lignins.

Die Forscher verwendeten diese deutliche Korrelation, um MATs aus zufällig gesammelten Holzproben vorherzusagen und eine allgemeine Übereinstimmung zwischen vorhergesagten und beobachteten MATs für die mittleren geographischen Breiten weltweit zu finden. Diese Ergebnisse werden seitdem auf die Brauchbarkeit auf dem Gebiet des Paläoklimas diskutiert.

Alles deutet dabei darauf hin, dass δ2H-Werte von Lignin-Methoxylgruppen möglicherweise das Potenzial haben, MATs zu rekonstruieren, wenn sie auf die Jahresring-Chronologien von Bäumen der mittleren Breitengraden des späten Holozäns angewendet werden.

Die wissenschaftliche Grundlage hinter diesen Isotopenverhältnissen:

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Isotopeneffekte sind generell sehr klein, da die verschiedenen Isotope eines Elements sehr ähnliche Massen haben. Ganz anders bei Wasserstoff: Hier ist das Deuterium (mit einem zusätzlichen Neutron im Atomkern) doppelt so schwer ist wie ein "normales" Protium. Deshalb haben chemische Bindungen mit Deuteronen eine erheblich tiefer liegende Nullpunktsschwingungsenergie. Damit einher geht eine deutlich erhöhte Aktivierungsenergie für Reaktionen, die diese Bindung brechen müssen, mit der Folge, dass solche Reaktionen bei gleicher Temperatur deutlich langsamer verlaufen als bei Bindungen mit H-Atomen: Beispielsweise bricht eine C—H-Bindung bei Raumtemperatur rund siebenmal so schnell wie eine C—D-Bindung.


Das ist der Ansatz für das Jahresringarchiv:

Da man davon ausgeht, dass in mittleren Breiten der Niederschlag linear abhängig von der Temperatur ist, diese Umgebungstemperatur wiederum darüber entscheidet, ob bei Reaktionen mit diesem Niederschlagswasser schweres Wasser (D2O) temperaturabhängig im Verhältnis zu normalem Wasser (H2O) mehr oder weniger schlecht reagiert, muss sich dies auch in jeder Reaktion niederschlagen, die in einem Baum oder einer anderen Pflanze dieses Wasser spaltet, um dieses Spaltprodukt in eine organische Verbindung zu übertragen. Wie etwa bei der Synthese der Methoxylgruppen im Lignin.

In jedem Baumring ist deshalb in den dort gespeicherten Lignin-Strukturen die Isotopenverteilung proportional der mittleren Niederschlagsmenge in diesem Jahr.

Die Ergebnisse der Studie noch einmal in Schlagzeilen:


  • In mittleren Breiten spiegelt die δ2H-Signatur der Baumringe den jährlichen Niederschlag.
  • Moderne mittlere Jahrestemperaturen konnten mit der δ2H-Signatur genau vorhergesagt werden.
  • Die Ergebnisse werden im Kontext ihrer Relevanz für das Paläoklima diskutiert.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung

 

Freitag, 4. November 2016

Vom Klima, dicken Bäuchen, Sepsiserregern und Geisterfahrern

Vegetarier haben dicke Bäuche - oder es sind Dinosaurier

Bei den Säugetieren haben Pflanzenfresser im Durchschnitt eine zweimal so große Körperhöhle wie Fleischfresser ähnlicher Körpergröße, das heißt, sie haben größere Därme. Auf Dinosaurier trifft das aber offensichtlich nicht zu. Es ließ sich nicht der geringste Unterschied zwischen Fleisch- und Pflanzenfressern feststellen.

Die Resultate können nun einerseits darauf hindeuten, dass es schwierig ist, Dinosaurierskelette zuverlässig zu rekonstruieren. Der Befund kann andererseits auch aufzeigen, dass es einen grundlegenden Unterschied bei den morphologischen Prinzipien zwischen Säugetieren und anderen Tetrapoden gibt.

In der Studie wurden 3-D-Simulationen von 120 Tierskeletten von der Urzeit bis heute untersucht. Abb.: UZH
Die gesamte Pressemitteilung


 

Risiko Arzneimittelkopfschmerz

Mindestens 20 Tage pro Monat sollten Kopfschmerzpatienten ohne Schmerz- und Migränemittel auskommen. Durch die regelmäßige Einnahme der Mittel wird die Schmerzempfindlichkeit der Betroffenen erhöht. Ein Teufelskreis: Die Medikamente werden in zunehmend kürzeren Abständen konsumiert, verstärken aber das Problem, gegen das sie eigentlich helfen sollen. Bei Arzneimittelkopfschmerz hilft nur das vollständige Absetzen sämtlicher Schmerzmittel, was wegen der Entzugserscheinungen nur unter ärztlicher Aufsicht oder in einer spezialisierten Schmerzklinik erfolgen muss.

Zur Meldung:

 

Demographie beschert weniger Steuereinnahmen

Die Alterung der Gesellschaft und der Bevölkerungsrückgang beeinträchtigen mittel- und langfristig die Steuereinnahmen in Deutschland. Bis zum Jahr 2060 wird die Bevölkerung in Deutschland nicht nur durchschnittlich älter, sondern auch deutlich kleiner sein als heute. Das Steueraufkommen wird in den nächsten Jahrzehnten entsprechend geringer. Dies zeigt eine Analyse von Fraunhofer FIT und Prognos im Auftrag des Bundesfinanzministeriums.

Bis 2060 fällt das Einkommensteueraufkommen aufgrund demografischer Veränderungen 12 bis 21 Prozent geringer aus. Graphik: Fraunhofer FIT
Das Einkommensteueraufkommen wird dann im optimistischsten Szenario rund 12 Prozent geringer sein als im Referenzszenario ohne demografische Veränderungen, im pessimistischsten Szenario sogar rund 21 Prozent geringer. Ähnlich sieht es beim Umsatzsteueraufkommen aus, das aufgrund des demografischen Wandels bis zum Jahr 2060 zwischen 13 und 25 Prozent geringer ausfallen wird.

Link zur Studie:

 

Klimawandel in Deutschland: Umwälzende Veränderungen

Selbst eine globale Erwärmung von nur 1,5 - 2°C wird auch in Deutschland zu Veränderungen in allen Naturräumen, Wirtschaftssektoren und sämtlichen Lebensbereichen führen. Zunehmende Unwetteraktivitäten (Gewitter, Starkregen, Hagel und in Teilen Deutschlands auch Stürme) stellen Stadt und Land vor große Herausforderungen. Darüber hinaus wird sich durch den Klimawandel der Wasserhaushalt weiter verändern. Zum einen drohen verstärkte Niederschläge mit Hochwasser, zum anderen Dürreperioden, die die Grundwasserneubildung beeinträchtigen und die Wasserverkehrswege gefährden. Auch die Qualität der Acker- und Waldböden nimmt ab, etwa aufgrund von Vernässung oder Austrocknung. Eine verstärkte Bodenerosion wird die Menge an verfügbaren, produktiven Böden weiter reduzieren.

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Sepsiserreger in nur 24 Stunden enttarnt

Mikrobielle Krankheitserreger lassen sich durch Hochdurchsatzsequenzierung ihres Erbguts und spezielle bioinformatische Auswertungsalgorithmen innerhalb von nur 24 Stunden diagnostizieren. Dabei identifizieren diese Algorithmen die Erreger direkt über eine Sequenzanalyse ihres Erbguts (DNA) – ohne diese zuvor im Labor kultivieren zu müssen. Ein weiterer Vorteil: Enthalten die Proben nicht nur DNA von Bakterien, sondern auch von Viren oder Pilzen, werden diese ebenso sequenziert, analysiert und identifiziert.

Mit modernen DNA-Sequenzierungstechnologien diagnostiziert das Fraunhofer IGB Sepsiserreger zuverlässig und innerhalb kürzester Zeit. Fraunhofer IGB
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Wink mit dem Zaunpfahl für Geisterfahrer

Drei Studenten haben ein solarbetriebenes Sensorsystem entwickelt, das Falschfahrer früh erkennt und Warnungen sowohl an Fahrer als auch Polizei oder Verkehrsfunk veranlassen kann. Der Prototyp, den die angehenden Ingenieure an der Universität des Saarlandes gebaut haben, wird im oberen Teil eines Leitpfostens installiert und erfasst im Zusammenspiel verschiedener Sensoren vorbeifahrende Autos. Dabei kann das System, das die Studenten bezeichnenderweise „Ghostbuster“ - „Geisterjäger“ - getauft haben, ein Auto in falscher Richtung von anderen Störungen, etwa durch Tiere, unterscheiden und mit Warn- und Informationssystemen verbunden werden.

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Der Prototyp, den die angehenden Ingenieure Benjamin Kirsch (l.), Daniel Gillo (Mitte) und Julian Neu (r.) an der Saar-Universität gebaut haben, wird im oberen Teil eines Leitpfostens installiert. Foto: Oliver Dietze
 

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