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Dienstag, 22. August 2017

Wir werden zu sozialverträglichen Personen gestreichelt

Der Mensch braucht seine Streicheleinheiten – und wird in seinem Leben geradezu süchtig danach. Zumindest könnte man eine Serie von Studien zu diesem Thema so interpretieren. Fakt ist: Die sonst so knausrige Evolution hat für dieses Streicheln unserem Körper ein zusätzliches "Nervenkostüm" angelegt, das nur auf solches Streicheln reagiert und ein Wohlgefühl in uns auslöst.

Freitag, 18. August 2017

Tinnitus: Hirnstimulation nicht erfolgreicher als Scheinstimulation

Schlechte Neuigkeiten für Patienten mit lästigen Ohrgeräuschen: Die Stimmulation des Gehirns mit langsamen Magnetwellen, die bei Tinnitus angewendet wird, erwies sich in einer aktuellen großen Studie als fast unwirksam und einer Scheinbehandlung nicht überlegen.

Mittwoch, 17. Mai 2017

Ist der Unterricht gut, synchronisieren sich die Gehirne der Schüler

Kennen Sie auch diese magischen Momente, wo in einer Gruppe, ja, selbst auch in einer Schülergruppe im Klassenzimmer, ein Zusammengehörigkeitsgefühl aufwächst, das den Lernstoff plötzlich viel greifbarer macht, das Lernen vorübergehend so viel einfacher und deshalb zur Lust werden lässt? Das machen unsere Gehirne mit uns. Sie synchronisieren sich miteinander und entwickeln wohl so etwas wie ein "Schwarmbewusstsein".

Montag, 8. Mai 2017

Softies punkten bei Frauen erst nach dem Eisprung

Ein Mann, der sich eher zu den Softies und weniger zu den Machos zählt, was sein Äußeres betrifft, sollte sich seiner heimlich Auserwählten erst nach deren Eisprung nähern. Dann erst nämlich wechselt langsam die Vorliebe von Frauen für kernig-männliches Aussehen ihres Idealpartners auf ein eher androgynes bis weibliches. Oder er versucht sie alternativ von Anfang an zu nerven – mit Bewusstlosschwätzen non stop etwa – denn auch Stress verschiebt diese Vorliebe in Richtung Soft-Mann.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Auch Grünflächen in Deutschland sind unter den Bewohnern ungleich verteilt

Grünflächen sind wichtig für das Wohlbefinden der Einwohner. Nun hat zwar eine überwältigende Mehrheit der Deutschen im Umkreis von 500 Metern um ihre Wohnung Zugang zur nächsten Grünfläche. Und trotzdem: Auch hier gibt es eine Ungleichverteilung, was die statistisch verfügbare Grünfläche pro Kopf angeht. Diese ist proportional zum Geldbeutelinhalt des einzelnen Bewohners – und umgekehrt proportional zur Zahl der Kinder im Haushalt.

Mittwoch, 26. April 2017

Lebenserwartung von mit männlichen Vorlieben und Konsumverhalten ausgestatteten Frauen schrumpft

"Als Frauen noch Schwänze hatten". Wer kennt es nicht, das Steinzeit-Epos mit der jungen Senta Berger in der Hauptrolle? Doch wie komm' ich jetzt nur darauf? Ach ja: Wenn Frauen die Vorlieben von Männern übernehmen würden, so eine Studie – inklusive deren Konsum von "Ungesundem", würde ihre Lebenserwartung (fast) auf das männliche Niveau zusammenschrumpfen. Wie es wohl damals, in vorchristlicher Zeit, noch üblich war.

Dienstag, 25. April 2017

Psychotherapie löst Probleme - erzeugt aber auch oft Probleme

Psychotherapie kann manchmal nicht nur nicht funktionieren, sie kann sogar negative Folgen haben. Diese sind abhängig von der Erwartungshaltung des Patienten, aber auch von der medizinischen Einrichtung, in der sie erteilt wird.

Mittwoch, 19. April 2017

Wie tickt mein Gegenüber? – der Vagusnerv öffnet uns das dritte Auge

Charles Darwin hat es einst vorgeschlagen, und eine aktuelle Studie aus Leiden, Bochum und Dresden gibt ihm jetzt Recht: Der Vagusnerv lässt uns in Gesichtern lesen. Dieser zehnte Hirnnerv hat demnach (auch) eine entscheidende kommunikative Funktion in Sachen Körpersprache.

Freitag, 14. April 2017

Industrielle Gewinnung von Ballaststoffen und Mineralien aus Orangenabfällen

Die Produktion von Orangensaft auf industrieller Ebene führt zu einer beträchtlichen Menge an festen und flüssigen Rückständen, nämlich rund 8 bis 20 Millionen Tonnen pro Jahr weltweit, die entweder als Abfall entsorgt werden müssen oder in der Landwirtschaft "untergezackert" werden. Dass es klüger wäre, die Mineralien, Mikronährstoffe und Ballaststoffe aus diesen Abfällen der Ernährung des Menschen zugänglich zu machen, zeigen jetzt zwei aktuelle Studien auf.

Im Allgemeinen haben Orangenreste keinen ökonomischen Wert, obwohl ihre Zusammensetzung reich an löslichen Zuckern, Cellulose, Hemicellulose, Pektinen und ätherischen Ölen ist, die die Grundlage mehrerer industrieller Prozesse bilden könnten. In einer früheren Studie wurden Informationen über das technologische Potential der festen und flüssigen Rückstände gesammelt, die bei der Verarbeitung von Orangensaft erzeugt wurden. Als mögliche Anwendungen wurde der menschliche Verzehr, Dünger, Tierfutter, Holzkohle, Adsorption von chemischen Verbindungen, Bio-Öl-Produktion und Extraktion von ätherischen Ölen und Pektinen vorgeschlagen.

Ziel einer aktuellen Studie aus Deutschland und Brasilien war es jetzt, die Biozugänglichkeit von Ca, Fe und Mg in diesen Resten von Orangen, Zitronen und deren Mischungen abzuschätzen, die beim Kochen mit Wasser aus den industriellen Rückständen gelöst wurden.

Die gemessenen Proben enthielten durchschnittlich

  • 9,53 g / 100 g Feuchtigkeit
  • 6,09 g / 100 g Proteine
  • 3,23 g / 100 g Asche (hier befinden sich die Salze der Mineralien)
  • 3,15 g / 100 g Lipide
  • 34,26 g / 100 g unlösliche Faser
  • 27,88 g / 100 g lösliche Faser
  • 25,64 g / 100 g Kohlenhydrate
Der Prozentsatz an löslichen einerseits und dialysierbaren Mineralien andererseits reichte von 19,36 bis 77,33 %. Es wurde bestätigt, dass das Kochen die Mineralstoff-Biozugänglichkeit beeinflusst und die dialysierbare Fraktion von Fe, Mg und Ca-Dialysat aus Orangenschalen erhöht.

Diese Studie bewies damit das hohe Potenzial von Zitrusresten für den menschlichen Verzehr. Dieser "industrielle Abfall" könnte demnach zu der notwendigen Versorgung der Menschen mit Mineralien- und Makronährstoffen sowie mit löslichen und unlöslichen Fasern (Ballaststoffen) beitragen.

Bei gleichzeitiger Entlastung der Umwelt!

Hier geht es zur Originalveröffentlichung

 

Foto: Maren Beßler / pixelio.de

Wer es genau wissen will, wie die Industrie Obstsäfte herstellt:

 

Donnerstag, 30. März 2017

Alkohol macht Krebs

Alkoholkonsum ist der drittgrößte Risikofaktor für Krankheit und Sterblichkeit in Europa. Wie von der Internationalen Agentur für die Forschung auf Krebs (IARC) ausgeführt, gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Konsum alkoholischer Getränke und Krebs von Mundhöhle, Kehlkopf, Speiseröhre, Leber, Kolorektum und weiblicher Brust – auch bei niedrigen und moderaten Alkoholkonsum.

Freitag, 24. März 2017

Nach dem Kauf ist vor dem Kauf: Traumauto adé!

Offensichtlich neigen wir Menschen dazu, mit dem gerade mühsam erreichten Niveau unseres Status quo schnell wieder unzufrieden zu werden. Zumindest trifft das auf des Deutschen liebstes Kind zu: Kaum ist man stolzer Besitzer eines neuen Automobils, schmiert das mit dem Kauf erzielte Glücksgefühl schnell wieder ab und erleidet schon nach wenigen Jahren einen Fast-Totalschaden.

Montag, 20. März 2017

Auch in der Lerntheorie gilt: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen

Egal wie "mundgerecht" Lern- und Trainingseinheiten unterschiedlich lernbegabten Schülern auch angeboten werden, am meisten provitieren die leistungsstärkeren Schüler von ihnen. Weil ganz offensichtlich aktuelle Erfolge mehr durch frühere Erfolge als durch gegenwärtige Leistungen bedingt werden. Erfolge rufen danach immer neue Erfolge hervor. Streng nach dem Motto: Wer hat, dem wird gegeben. Pech für die Leistungsschwächeren? Ganz im Gegenteil! Die müssen möglicherweise um die ersten Erfolge nur etwas zäher ringen.

Samstag, 18. März 2017

Mit Skypen lassen sich zwischenmenschliche Konflikte konfliktloser lösen

Wer einen Konflikt, ein Problem mit einem seiner Mitmenschen hat, und eine Aussprache darüber unvermeidlich ist, sollte es besser einmal mit Skypen probieren. Wissenschaftler haben nämlich festgestellt, dass bei solchen "vermittelt-distalen" Kommunikationsformen die emotionale Erregung kleiner bleibt – und insgesamt das Gesprächs"gegenüber" deutlich positiver bewertet wird.

Donnerstag, 16. März 2017

Macht uns das Kuschelhormon Oxytocin nicht nur sexy, sondern auch schlank?

"Ein guter Hahn wird nicht fett". Wir alle kennen dieses Sprichwort und denken wohl insgeheim an einen 5000-Meter-Lauf, dem ein Geschlechtsakt gleichkommen soll, zumindest was den Verbrauch von Kalorien angeht. Vielleicht ist daran aber etwas ganz anderes Schuld: das Liebes- und Kuschelhormon Oxytocin. Es reduziert nämlich das Verlangen nach Nahrungsaufnahme und ersetzt dieses Verlangen durch das "Schmetterlinge-im-Bauch-Gefühl", was Liebende allein von "Luft und Liebe" (über)leben lässt. Also: Kuscheln oder lieben Sie doch einfach ihre ungeliebten Speckröllchen weg!

Dienstag, 14. März 2017

Unser Nacken bedankt sich für ein Display mit höherer Pixeldichte

Kriegen Sie vom vielen PC- und Handy-"Glotzen" Kopfschmerzen und Verspannungen in ihrem Stützapparat? Vielleicht liegt es ja an der Auflösung Ihres Bildschirms, Ihres Displays. So ein Display könnte nämlich schnell zum "Dysplay" werden, wenn die Auflösung bei nur 132 Pixeln liegt und nicht beim doppelten Wert.

Montag, 6. März 2017

Diabetes braucht Sport – dringend!

Diabetes 1 verlangt jedem, der daran erkrankt ist, sehr viel Disziplin ab, was die Lebensführung angeht. Da diese Krankheit meist ganz junge Menschen trifft, ist ein Scheitern in dieser Richtung geradezu vorprogrammiert. So wäre beispielsweise ein regelmäßiges körperliches Training sehr wichtig, und trotzdem tendieren Diabetes-1-Patienten dazu, prinzipiell so inaktiv zu sein wie der Rest der Bevölkerung, mit einem erschreckend hohen Prozentsatz an Individuen ohne gesunden Body-Mass-Index. Ein wenigstens minimaler Aufwand an moderater aerobischer Aktivität pro Woche ist ebenso oft Fehlanzeige.

Donnerstag, 2. März 2017

Low-Carb – Waffe gegen Krebs?

Eine kohlenhydratarme Diät (Low-Carb-; ketogene Diät) könnte auch bei einer aggressiven Form des Hirntumors, dem Malignen Gliom, helfen. Das ist zumindest das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Berlin und Boston. Da Tumore zu ihrem unkontrollierten Wachstum viel Energie brauchen, stellen sie auf eine aerobe Glykolyse um, deren "Brennstoff" Kohlehydrate sind. Entzieht man dem Körper (weitestgehend) diese Kohlehydrate, kann dies das Wachstum des Tumors stoppen.

Mittwoch, 1. März 2017

Mit unserer Vorliebe für bestimmte Nahrungsmittel entscheiden wir über die Größe unseres Carbon Fingerprints

Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft in China könnten sowohl von der Versorgerseite (Produktion) als auch von der Nachfrage-Seite (Verbrauch, Konsum) gemildert werden. Dazu müsste das Management der landwirtschaftlichen Produktion und die Zusammensetzung der menschlichen Nahrung nachhaltig verändert werden. Nicht nur in China.

Arbeitsmarkt: Warum nur in der Nähe schweifen, wenn das Gute liegt so fern?

Arbeitslose, die bereit sind, eine neue Arbeitsstelle auch in entfernteren Gegenden zu suchen, dürfen mit höheren Löhnen und stabileren Arbeitsverhältnissen rechnen als andere, die nur in der Region suchen. Ein entsprechendes Förderprogramm des Staates, das die Kosten einer weiteren Anfahrt subventioniert, hat sich deshalb als sehr wirksam erwiesen.

Der von Natur aus ängstlichere Sportler versagt öfter - aber nur unter hohem Druck

In realen Wettkampfsituationen wurde jetzt bestätigt, was bisher nur in "Laborversuchen" ermittelt wurde: Der von seiner Persönlichkeitsstruktur eher ängstliche Sportler versagt in Situationen mit hohem psychischem Druck öfter als weniger ängstliche. Dabei ist es oft die Angst vor einer negativen Bewertung, die seine Hand zittern lässt.

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