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Donnerstag, 10. August 2017

Komplikationen in der Schwangerschaft aufgrund von Selenmangel

Die Selen-Konzentration in werdenden Müttern sinkt während der Schwangerschaft drastisch ab. Getestet wurden zwar (nur) Frauen in Polen, es betrifft aber wohl alle Europäerinnen, leben sie doch wie die Polinnen in einem Selenmangelgebiet. Zu wenig Selen im Körper kann weitreichende Folgen für Mutter und das Ungeborene haben.

Freitag, 19. Mai 2017

Krankmachende Luftverschmutzung bis hinein in die Vororte

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) sind nicht nur an den Verkehrsknotenpunkten unserer Innenstädte vorzufinden, sondern auch in den Wohnbereichen, ja selbst in den Vororten unserer Städte. Die Werte liegen in der Regel über den von der WHO empfohlenen Werten. Für bis zu etwa 200 Krebsfälle pro eine Million Einwohner können diese PAKs verantwortlich gemacht werden.

Donnerstag, 30. März 2017

Alkohol macht Krebs

Alkoholkonsum ist der drittgrößte Risikofaktor für Krankheit und Sterblichkeit in Europa. Wie von der Internationalen Agentur für die Forschung auf Krebs (IARC) ausgeführt, gibt es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Konsum alkoholischer Getränke und Krebs von Mundhöhle, Kehlkopf, Speiseröhre, Leber, Kolorektum und weiblicher Brust – auch bei niedrigen und moderaten Alkoholkonsum.

Donnerstag, 2. März 2017

Low-Carb – Waffe gegen Krebs?

Eine kohlenhydratarme Diät (Low-Carb-; ketogene Diät) könnte auch bei einer aggressiven Form des Hirntumors, dem Malignen Gliom, helfen. Das ist zumindest das Ergebnis einer aktuellen Studie aus Berlin und Boston. Da Tumore zu ihrem unkontrollierten Wachstum viel Energie brauchen, stellen sie auf eine aerobe Glykolyse um, deren "Brennstoff" Kohlehydrate sind. Entzieht man dem Körper (weitestgehend) diese Kohlehydrate, kann dies das Wachstum des Tumors stoppen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Kindheitstraumata zerstören Erbgut und führen später zu ernsthaften Erkrankungen

Patienten mit schwerer psychischer Belastung weisen eine deutlich höhere DNA-Schädigung ihrer Weißen Blutkörperchen auf als Kontrollpersonen. Die Schwere der DNA-Schäden korreliert dabei mit einer Traumatisierung in der Kindheit. Diese DNA-Schäden können im späteren Leben Krebs und andere Krankheiten verursachen können.

Freitag, 20. Januar 2017

Viren: neues Waffenarsenal gegen Krebs

Virus. Achtung, Gefahr!, bedeutet das für die meisten von uns, und trotzdem: Die medizinische Forschung setzt auf sie und hat mehr als eine Handvoll von ihnen ausgewählt – als neue Waffe gegen Krebs. Sie soll Chirurgie, Chemotherapie, Bestrahlung, Antikörper und kleiner Wirkmoleküle ergänzen.

Donnerstag, 3. November 2016

Krebsgefahr: Selbst mäßige Alkoholkonsumenten leben gefährlich

Alkoholkonsum ist in Europa der drittgrößte Risikofaktor für Krankheit und Tod. Die internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) kann dabei einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Trinken alkoholischer Getränke und Krebs folgender Körperteile und Organe beweisen: Mundhöhle, Rachenraum, Kehlkopf, Speiseröhre, Leber, Darm und weibliche Brust.

Dies gilt selbst für niedere und moderate Alkoholaufnahme. Trotzdem steigt mit zunehmendem Alkoholkonsum das Risiko, einen Krebs zu entwickeln. Geschätzt 10 % der bei Männern entdeckte Krebs ist auf Alkohol zurückzuführen. Bei Frauen sind es immerhin noch 3 %. Dabei ist nicht nur Ethanol der Übeltäter, sondern auch sein Abbauprodukt Acetaldehyd.

Der IARC rät deshalb: »Wenn Sie Alkohol trinken, egal in welcher Form, begrenzen Sie dessen Konsum. Keinen Alkohol zu trinken ist die bessere Krebsprävention.«

Foto: Petra Bork / pixelio.de
Noch ist der Mechanismus nicht ganz verstanden, mit dem Alkohol in das Krebsgeschehen eingreift. Klar dürfte aber sein, dass Ethanol und sein Abbauprodukt Acetaldehyd mit Folsäure und mit dem Östrogen-Metabolismus interagieren. Modelliert wird das ganze dann durch die Art und Regelmäßigkeit des Alkoholkonsums und zusätzlich durch Umweltfaktoren.

Im Schnitt trinkt in Europa jeder Mensch jenseits der 15 etwa 9,4 l puren Alkohol pro Jahr. Wobei in Ländern im Osten Europas deutlich mehr getrunken wird (bis zu 12 l), in Italien, Malta, Griechenland und weiteren Staaten im Norden hingegen deutlich weniger (6-8 l).

Insgesamt trinkt man in Europa mehr als doppelt so viel Alkohol als im Rest der Welt.

Achtung Sonne! Achtung HPV. Foto: Dieter Kreikemeier / pixelio.de
Wer mit einer gesunden Lebensweise Krebs vorbeugen will, dem geben die Forscher folgende zwölf Verhaltensweisen an die Hand:

  1. Nicht rauchen! Auch keine andere Form von Tabak konsumieren!
  2. Erklären Sie Ihr Heim zur rauchfreien Zone. Sorgen Sie für einen rauchfreien Arbeitsplatz.
  3. Sorgen Sie für ein gesundes Körpergewicht.
  4. Bewegen Sie sich! Limitieren sie ihre Zeit in sitzender Haltung.
  5. Essen Sie gesund: Vollkornprodukte, Gemüse und Obst. Meiden Sie hochkalorische Nahrungsmittel und gezuckerte Getränke. Kein verarbeitetes Fleisch, wenig rotes Fleisch und wenig gesalzene Nahrungsmitteln essen.
  6. Siehe oben: Schränken Sie ihren Alkoholkonsum ein. Keinen Alkohol zu trinken, ist die beste Krebsprävention.
  7. Vermeiden Sie zu viel Sonnenlicht, speziell als Kind. Verwenden Sie Sonnenschutzmittel, gehen Sie nicht ins Solarium.
  8. Schützen Sie sich an Ihrem Arbeitsplatz vor krebserregenden Substanzen durch Einhaltung der Gesundheits- und Sicherheits-Instruktionen.
  9. Finden Sie heraus, ob sie erhöhter Radioaktivität durch Radon in ihrem Zuhause ausgesetzt sind. Unternehmen Sie gegebenenfalls Etwas, um den Radonpegel zu senken.
  10. Für Frauen: Geben Sie, wenn Sie können, ihrem Baby die Brust. Dies reduziert Ihr Brustkrebsrisiko. Eine Hormonersatztherapie erhöht das Risiko für Krebs. Limitieren Sie deshalb die Einnahme von künstlichen Hormonen auf das notwendige Maß.
  11. Sorgen Sie dafür, dass ihre Kinder gegen Hepatitis B und Humanes Papillomavirus (HPV) geimpft werden.
  12. Nehmen Sie regelmäßig an Krebsscreeningsprogrammen Teil: Brustkrebs, Gebärmutterkrebs und Darmkrebs.
Die gesamte Studie (Free Access) finden Sie hier

 

Dienstag, 5. Februar 2013

nicht-kodierendes RNA-Molekül MALAT1 macht Krebszellen mobil

80 Prozent des menschlichen Erbguts scheinen völlig überflüssig, denn in diesen steckt keine Anleitung zum Zusammenbau von Proteinen. Und trotzdem werden auch diese in RNA-Moleküle umgeschrieben. Und diese RNA-Moleküle haben vielfältige Aufgaben. Meist sind es kleine RNA-Moleküle mit um die 60 Bausteinen. Längere mit mindestens 200 Basen gibt es allerdings auch. Sie sind an der Zellteilung, dem Wachstum und dem Zelltod beteiligt.
Von MALAT1 weiß man zum Beispiel, dass es bei verschiedenen Formen des Lungenkrebses auftritt und deshalb guter Marker für diese Krankheit ist. Inzwischen kennt man auch seine Funktion: Es sorgt dafür, dass Krebszellen mobil werden und damit metastasieren können. Die Forscher hoffen, dass mit dieser Erkenntnis neue Therapiemöglichkeiten entwickelt werden können.

Ähnliche Themen:
Die bessere Therapie: Krebszellen schlafen legen
Verhindert Arachidonsaure Tumorwachstum?

Montag, 4. Februar 2013

Die bessere Therapie: Krebszellen schlafen legen statt abtöten

Krebszellen in den "Dornröschenschlaf" (Seneszenz) schicken statt zu versuchen, sie zu zerstören. Das könnte auf Dauer der sinnvollere therapeutische Ansatz sein. Das Immunsystem kann das bewirken, weshalb zwei alte Bekannte wieder in den Fokus der Krebstherspie geraten: Interferone und der Tumor Nekrose Faktor. Sie sollen jetzt aber nicht mehr Krebszellen zerstören sondern "stumm schalten".


Rot gefärbt sind ehemals bösartige Tumorzellen (Melanomzellen), die im Rahmen der natürlichen Immunkontrolle in den dauerhaften Wachstumsstopp, die Seneszenz (rote Markierung) übergegangen sind. Braun gefärbt sind noch verbleibende Pigment beladene Zellen.
Foto: Universitätsklinikum Tübingen




Ähnliche Themen:

Dienstag, 29. Januar 2013

Verhindert Arachidonsäure Tumorwachstum?

Der Arachidonsäure könnte eine wichtige Rolle in der Tumorbekämpfung spielen. Denn dieses Speicherlipid in den Membranen der Körperzellen beeinflussen offensichtlich die Aktivität der Proteinkinase B. Dieses Enzym wirkt bei der Zellteilung wie ein Hauptschalter, der eine Kaskade von Veränderungen im Stoffwechsel einleitet. Deshalb hat es auch Einfluss auf Tumorwachstum.
Je mehr Arachidonsäure in den Membranen desto stärker die Hemmung der Proteinkinase B.
Möglicherweise erklärt das, warum Aspirin vor Krebs schützt, denn Aspirin blockiert die Umsetzung der Arachidonsäure zu Entzündungsparametern und verhindert damit deren Verarmung.

Lipidproben von Zellmembranen brachten Dr. Andreas Koeberle auf die Spur der Arachidonsäure. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
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