Eine aktuelle Metastudie von Forschern aus Hamburg zeigt, dass die Einnahme verschiedener Mikronährstoffe die Qualität der Spermien unfruchtbarer Männer verbessern können: Selen (einzeln oder in Kombination mit N-Acetylcystein), Lachsöl (eine Kombination von EPA und DHA), Coenzym Q10, eine Kombination von Zink und Folsäure und eine Kombination aus L-Carnitin und L-Acetylcarnitin.
Neuigkeiten aus Natur, Wissenschaft und Technik
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Montag, 25. März 2019
Männliche Unfruchtbarkeit? Bestimmte Mikronährstoffe können helfen
Eine aktuelle Metastudie von Forschern aus Hamburg zeigt, dass die Einnahme verschiedener Mikronährstoffe die Qualität der Spermien unfruchtbarer Männer verbessern können: Selen (einzeln oder in Kombination mit N-Acetylcystein), Lachsöl (eine Kombination von EPA und DHA), Coenzym Q10, eine Kombination von Zink und Folsäure und eine Kombination aus L-Carnitin und L-Acetylcarnitin.
Montag, 11. März 2019
Dunkel gerösteter Kaffee gut für unsere Gesundheit
Der tägliche Konsum eines dunkel gerösteten Kaffees verbessert den plasma-oxidierten LDL- und Vitamin E-Status. Das war das Ergebnis einer aktuellen randomisierten, kontrollierten Interventionsstudie von Forschern aus München-Freising.
Allgemein anerkannt ist, dass der Konsum von Kaffee den Antioxidationsstatus unseres Körpers verbessert. Die Forscher haben einen dunkel gerösteten Kaffee benutzt, um plasma-oxidiertes LDL (oxLDL) zu reduzieren und die α-Tocopherol-Konzentrationen zu verbessern.
Dazu verabreichten sie nach einer 4-wöchigen, kaffeefreien Eingewöhnungszeit 86 gesunden, randomisierten Freiwilligen entweder Kaffee (COFF-Gruppe) oder täglich 750 ml Wasser (CTRL-Gruppe) – 8 Wochen lang. Blutproben wurden zu Beginn und nach der Intervention entnommen.
Die mittleren Änderungen der oxidierten LDL-Konzentrationen nach dem Kaffeekonsum (-0,47 ± 15,4 U/L) unterschieden sich von denen der CTRL-Gruppe (5,69 ± 18,8 U/L). Die Gehalte an alpha-Tocopherol sowie nicht veresterten Fettsäuren erhöhten sich dagegen in der COFF-Gruppe.
Es wird vermutet, dass verbesserte alpha-Tocopherol-Plasmaspiegel und verringerte Plasmaspiegel von oxLDL nach 8-wöchiger Einnahme eines an N-Methylpyridinium reichen dunklen gerösteten Kaffees durch Kaffee-induzierte Lipolyse verursacht werden, was zu einer verstärkten Mobilisierung von alpha-Tocopherol führt.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Montag, 19. November 2018
Größeres Hirnvolumen durch Bewegung im Alter
Die graue Substanz unseres Gehirns, also das Gehirnvolumen wächst bei einem körperlich aktiven Lebensstil. Speziell ältere Menschen profitieren schon von einer Stunde Sport pro Woche. Mit diesem Gehirnvolumen wächst auch das Selbstbewusstsein und das Arbeitsgedächtnis.
Immuntherapie bei Erdnussallergie nachweislich wirksam
Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben, manchmal gelingt es doch: Eine Erdnussallergie mit niederdosierten Gaben von Erdnussproteinen zu bekämpfen, sorgt schon nach 16 Monaten für eine deutliche Toleranzerhöhung gegenüber diesem Allergen und damit für eine erhebliche Steigerung der Lebensqualität.
Mittwoch, 14. November 2018
Gua Sha hilft bei chronischen Rückenschmerzen
Eine Gua-Sha-Therapie scheint eine akzeptable, sichere und vor allem wirksame Behandlung für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen zu sein. Die Schmerzintensität bei Patienten nimmt dabei deutlich ab, und die Patienten berichten von einer Verbesserung ihres allgemeinen Gesundheitszustand. Bei dieser fernöstlichen Therapie wird die eingeölte Haut des Patienten mit einer abgerundeten Kante (bspw. einer Münze) so lange gereizt, bis deutliche Striemen entstehen.
Mittwoch, 7. November 2018
Unser kurzfristiges Selbst kostet uns fünf Lebensjahre
Ich sollte diesen Donut nicht essen. Zwei unserer "Persönlichkeitsteile" geraten selbst über so eine alltägliche Banalität in Streit, und oft siegt dabei der Drang nach schneller Wunschbefriedigung über unsere Selbstkontrolle. Diese wäre dabei der Königsweg für jene, die ihrem Leben Jahre geben wollen, immerhin fünf mehr. Jene aber, die ihren Jahren Leben geben wollen und auf Körpergewicht und Gesundheit deshalb eher pfeifen, beißen in das Fettgebäck.
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Montag, 5. November 2018
Geografische Höhe und Luftfeuchtigkeit entscheiden über Schwere von Pollenallergie-Symptomen
Je mehr Pollen in der Luft umso höher ist die Schwere der Symptome von Pollenallergikern. Diese Binsenweisheit war bis dato wissenschaftlich offensichtlich noch nicht mit einer entsprechenden Studie belegt. Deshalb schickten jetzt Forscher ihre Augsburger Probanden auf die Zugspitze und siehe da: Nase, Augen und Lunge bedankten sich für eine deutlich abgeschwächte Immunantwort, die anschließend auch in Augsburg weiterhin anhielt. Außerdem konnte gezeigt werden, dass eine relative Luftfeuchtigkeit größer 60 Prozent die Symptome um 50 Prozent reduzieren kann.
Donnerstag, 25. Oktober 2018
Fluorid-Zahnpasten mit unterschiedlicher Wirkung
Fluoride in der Zahnpasta verrichten zwei Aufgaben: Sie vernichten Bakterien in der Mundhöhle und härten durch Einlagerung den Zahnschmelz. Es sind bekanntlich Bakterien, die unsere Zähne mit Karies bedrohen. Natriumfluorid in der Zahnpasta reduziert zwar die Anzahl dieser Bakterien in der gesamten Mundhöhle deutlich – allerdings wohl nur knapp 120 Minuten lang. Zahnpasta mit Aminfluorid statt Natriumfluorid zeigt diese bakterizide Wirkung deutlich weniger, steht aber auch weit nach zwei Stunden noch zur Einlagerung in den Zahnschmelz zur Verfügung. Eine Zahnpasta mit beiden Fluoridquellen wäre deshalb wohl von Vorteil. Die reine Mechanik des Zähneputzens macht den Bakterien offensichtlich nicht den Garaus.
Donnerstag, 18. Oktober 2018
Passivrauchen bedroht weiterhin unsere Kinder
Urin lügt nicht: Die Konzentration von Cotinin im Urin beweist, dass mehr als 60 Prozent der Kinder Israels zuhause Passivrauchen ausgesetzt sind. Aber weniger 40 Prozent der Eltern geben zu, dass sie ihre Kinder dieser Gefahr für Leib und Leben aussetzen. Speziell in ärmeren Haushalten sind Kinder dem Passivrauchen ausgesetzt.
Freitag, 12. Oktober 2018
Eine Dysbiose des Harntrakts verursacht vielfältige Erkrankungen
Der Harn eines gesunden Menschen ist steril, genauso wie sein gesamter Harntrakt. Dieses Dogma galt mehr als ein Jahrhundert. Der modernen Gen-Analytik haben wir jetzt die Entdeckung des natürlichen Mikrobioms des Harntrakts zu verdanken – so variabel wie das individuelle Darmmikrobiom eines Menschen. Im nächsten Schritt kann jetzt die Relevanz dieses Harntrakt-Mikrobioms für Gesundheit und Krankheit untersucht werden.
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Mittwoch, 10. Oktober 2018
AIDS: steigende Zahlen bei jüngeren Männern
Immer mehr jüngere homosexuelle Männer erkranken an AIDS. Auch in den Ländern mit hohem Einkommen in Nordamerika, Westeuropa und Australien. Insgesamt ist die Zunahme der Diagnose HIV bei Männern, die Sex mit Männern haben, in vielen Ländern weder gestoppt noch rückläufig.
Fettleibige haben im Krankenhaus höhere Überlebenschance
Die Existenz des Adipositas-Paradoxons, dass nämlich übergewichtige beziehungsweise adipöse Patienten bei einigen Erkrankungen bessere Überlebenschancen haben als normalgewichtige, konnte jetzt für periphere Arterienerkrankungen bestätigt werden.
Adipöse Patienten waren im Schnitt jünger (70 (63 / 76) statt 73 (66/80) Jahre), waren häufiger weiblich (36,7% statt 35,1%), hatten seltener Krebs (4,9% statt 7,9%) und wurden seltener amputiert (2,6% statt 3,2%) im Vergleich zu der Referenzgruppe.
Insgesamt starben von diesen Patienten 277 876 (5,0%) Patienten im Krankenhaus. Übergewichtige Patienten zeigten dabei eine niedrigere Todesrate (3,2% statt 5,1%) im Vergleich zur Referenzgruppe und damit ein reduziertes Mortalitätsrisiko im Krankenhaus (OR 0,617 [0,607-0,627]). Dieses "Adipositasparadoxon" wurde in den Adipositasklassen
Untergewichtige Patienten zeigten eine höhere Mortalität im Krankenhaus (6,0% statt 5,1%) im Vergleich zur Referenzgruppe (OR 1,179 [1,106-1,257]) und zeigten eine höhere Erkrankungswahrscheinlichkeit für Krebs (22,0% statt 7,9%).
Hier und hier geht es zur Originalveröffentlichung
Hintergrund
Frühere Studien haben ein solches Überlebensparadoxon bei Patienten mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK) nahegelegt. Forscher aus Mainz untersuchten jetzt den Einfluss von Adipositas und Untergewicht auf ungünstige Verläufe dieser Erkrankungen im Krankenhaus.Ergebnisse
Zwischen 2001 / 2005-12 / 2015 wurden 5.611.484 stationäre Patienten (64,8% Männer) mit dieser Erkrankung diagnostiziert; Davon hatten 8,9% Adipositas und 0,3% Untergewicht.Adipöse Patienten waren im Schnitt jünger (70 (63 / 76) statt 73 (66/80) Jahre), waren häufiger weiblich (36,7% statt 35,1%), hatten seltener Krebs (4,9% statt 7,9%) und wurden seltener amputiert (2,6% statt 3,2%) im Vergleich zu der Referenzgruppe.
Insgesamt starben von diesen Patienten 277 876 (5,0%) Patienten im Krankenhaus. Übergewichtige Patienten zeigten dabei eine niedrigere Todesrate (3,2% statt 5,1%) im Vergleich zur Referenzgruppe und damit ein reduziertes Mortalitätsrisiko im Krankenhaus (OR 0,617 [0,607-0,627]). Dieses "Adipositasparadoxon" wurde in den Adipositasklassen
- I (OR, 0,475 [0,461-0,490])
- II (OR, 0,580 [0,557-0,605])
- und III (OR, 0,895 [0,857 -0,934])
Untergewichtige Patienten zeigten eine höhere Mortalität im Krankenhaus (6,0% statt 5,1%) im Vergleich zur Referenzgruppe (OR 1,179 [1,106-1,257]) und zeigten eine höhere Erkrankungswahrscheinlichkeit für Krebs (22,0% statt 7,9%).
Schlussfolgerungen
Fettleibigkeit ist mit einer geringeren Krankenhausmortalität bei Patienten mit einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit im Vergleich zu denen mit Normalgewicht/Übergewicht verbunden. Dieses Adipositas-Überlebensparadoxon ist unabhängig von Alter, Geschlecht und Komorbiditäten und wurde für alle Adipositas-Klassen beobachtet.Hier und hier geht es zur Originalveröffentlichung
Rauchen verändert die DNA der Spermien
Ein weiterer nachteiliger Effekt des Rauchens auf die männliche Fruchtbarkeit: Rauchen stört die DNA-Methylierung. Diese neu entdeckte Störung der DNA-Methylierung korreliert signifikant mit der Anzahl, Beweglichkeit und Vitalität der Spermien und dem nicht kondensierten Spermien-Chromatin. Die DNA-Methylierung kann daher als ein Fertilitätsmarker bei Männern angesehen werden.
Dienstag, 9. Oktober 2018
Kinder von Drogen-Eltern oft Kunden von Psychiatern
Ein Drogenmissbrauch der Eltern verdoppelt im Extremfall die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Kinder im Alter von 15 bis 25 Jahren an einer psychiatrischen Erkrankung leiden werden. Das ergab eine Längsschnittanalyse von finnischen Geschwistern und ihren Eltern.
Der Körpergeruch des Babys festigt die Mutter-Kind-Bindung
Gesunde Mütter zeigen eine deutliche Vorliebe für den Körpergeruch des eigenen Säuglings. Mütter mit Bindungsschwierigkeiten nicht. Der Grad der Vorliebe für diesen Geruch ist dabei negativ mit den Bindungsschwierigkeiten der Mutter zum Baby korreliert.
Mittwoch, 29. August 2018
Frühstücken gegen Diabetes
Wer die Gefahr, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, minimieren will, sollte regelmäßig frühstücken. Selbst wer wenigstens an einem oder zwei Tagen die Woche frühstückt, hat noch ein etwa 50 Prozent höheres Risiko, an dieser Stoffwechsel-Entgleisung zu erkranken, als Menschen, die täglich ein gesundes Frühstück zu sich nehmen.
Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass das Aussetzen des Frühstücks mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist . Die Ergebnisse sind nicht schlüssig, und die Form der Dosis-Wirkungs-Beziehung und der mögliche Einfluss von Adipositas wurde in systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen bisher nicht untersucht. Um die Ergebnisse zu diesem Thema zusammenzufassen, haben jetzt Forscher aus Düsseldorf eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse durchgeführt.
Die nichtlineare Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse zeigte, dass die Kurve zu Beginn steiler war und das höchste Risiko für 4-5 Tage Frühstücks-Ausfall pro Woche beobachtet wurde [summarische RR: 95% CI: 1,53 (1,26-1,86)]; ohne weiteren Anstieg danach ( P für Nichtlinearität = 0,08).
Hier und hier geht es zur Originalveröffentlichung
So funktioniert ein gutes Frühstück
(dieser Link führt zu Amazon)
Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass das Aussetzen des Frühstücks mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist . Die Ergebnisse sind nicht schlüssig, und die Form der Dosis-Wirkungs-Beziehung und der mögliche Einfluss von Adipositas wurde in systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen bisher nicht untersucht. Um die Ergebnisse zu diesem Thema zusammenzufassen, haben jetzt Forscher aus Düsseldorf eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse durchgeführt.
| Sabrina Schlesinger (Quelle: S. Schlesinger) |
Methoden
Sie durchsuchten dafür PubMed und Web of Science bis August 2017. Prospektive Kohortenstudien zu den Begriffen „Frühstück überspringen“ und „Typ-2-Diabetes“ wurden eingeschlossen. Die summarischen relativen Risiken (RRs) und die 95% -Konfidenzintervalle (95% CIs) wurden unter Verwendung eines Zufallseffektmodells geschätzt. Es wurde eine Meta-Analyse durchgeführt, bei der das Frühstück niemals übersprungen wurde (ohne und mit Anpassung des Body-Mass-Index), sowie lineare und nichtlineare Dosis-Wirkungs-Beziehungen zwischen dem Frühstück und dem Risiko für Typ-2-Diabetes.Ergebnisse
Die Forscher fanden sechs Studien, darunter 4935 Fälle mit Typ-2-Diabetes unter 96.175 Teilnehmern. Die summarischen relativen Risiken (95% CI) für Typ-2-Diabetes ohne Frühstück im Vergleich zu „nie-Frühstück überspringen“ war 1,33 (95% CI: 1,22-1,46, n = 6 Studien) und immer noch 1,22 (95% CI: 1,12-1,34, n = 4 Studien ) nach Anpassung für den Body Mass Index . Die summarischen relativen Risiken (95% -KI) bei Frühstücks-Ausfall an einem Tag pro Woche betrug 1,06 (95% CI: 1,03-1,09, n = 3 Studien).Die nichtlineare Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse zeigte, dass die Kurve zu Beginn steiler war und das höchste Risiko für 4-5 Tage Frühstücks-Ausfall pro Woche beobachtet wurde [summarische RR: 95% CI: 1,53 (1,26-1,86)]; ohne weiteren Anstieg danach ( P für Nichtlinearität = 0,08).
Schlussfolgerungen
Diese Meta-Analyse liefert den Beweis, dass das Aussetzen des Frühstücks mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist, und die Assoziation war nach Einbeziehen des BMI immer noch signifikant. Ein gesundes tägliches Frühstück kann helfen, das Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken.Hier und hier geht es zur Originalveröffentlichung
So funktioniert ein gutes Frühstück
Frühstücken gegen Diabetes
Wer die Gefahr, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, minimieren will, sollte regelmäßig frühstücken. Selbst wer wenigstens an einem oder zwei Tagen die Woche frühstückt, hat noch ein etwa 50 Prozent höheres Risiko, an dieser Stoffwechsel-Entgleisung zu erkranken, als Menschen, die täglich ein gesundes Frühstück zu sich nehmen.
Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass das Aussetzen des Frühstücks mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist . Die Ergebnisse sind nicht schlüssig, und die Form der Dosis-Wirkungs-Beziehung und der mögliche Einfluss von Adipositas wurde in systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen bisher nicht untersucht. Um die Ergebnisse zu diesem Thema zusammenzufassen, haben jetzt Forscher aus Düsseldorf eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse durchgeführt.
Die nichtlineare Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse zeigte, dass die Kurve zu Beginn steiler war und das höchste Risiko für 4-5 Tage Frühstücks-Ausfall pro Woche beobachtet wurde [summarische RR: 95% CI: 1,53 (1,26-1,86)]; ohne weiteren Anstieg danach ( P für Nichtlinearität = 0,08).
Hier und hier geht es zur Originalveröffentlichung
Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass das Aussetzen des Frühstücks mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist . Die Ergebnisse sind nicht schlüssig, und die Form der Dosis-Wirkungs-Beziehung und der mögliche Einfluss von Adipositas wurde in systematischen Übersichtsarbeiten und Metaanalysen bisher nicht untersucht. Um die Ergebnisse zu diesem Thema zusammenzufassen, haben jetzt Forscher aus Düsseldorf eine systematische Überprüfung und Meta-Analyse durchgeführt.
| Sabrina Schlesinger (Quelle: S. Schlesinger) |
Methoden
Sie durchsuchten dafür PubMed und Web of Science bis August 2017. Prospektive Kohortenstudien zu den Begriffen „Frühstück überspringen“ und „Typ-2-Diabetes“ wurden eingeschlossen. Die summarischen relativen Risiken (RRs) und die 95% -Konfidenzintervalle (95% CIs) wurden unter Verwendung eines Zufallseffektmodells geschätzt. Es wurde eine Meta-Analyse durchgeführt, bei der das Frühstück niemals übersprungen wurde (ohne und mit Anpassung des Body-Mass-Index), sowie lineare und nichtlineare Dosis-Wirkungs-Beziehungen zwischen dem Frühstück und dem Risiko für Typ-2-Diabetes.Ergebnisse
Die Forscher fanden sechs Studien, darunter 4935 Fälle mit Typ-2-Diabetes unter 96.175 Teilnehmern. Die summarischen relativen Risiken (95% CI) für Typ-2-Diabetes ohne Frühstück im Vergleich zu „nie-Frühstück überspringen“ war 1,33 (95% CI: 1,22-1,46, n = 6 Studien) und immer noch 1,22 (95% CI: 1,12-1,34, n = 4 Studien ) nach Anpassung für den Body Mass Index . Die summarischen relativen Risiken (95% -KI) bei Frühstücks-Ausfall an einem Tag pro Woche betrug 1,06 (95% CI: 1,03-1,09, n = 3 Studien).Die nichtlineare Dosis-Wirkungs-Meta-Analyse zeigte, dass die Kurve zu Beginn steiler war und das höchste Risiko für 4-5 Tage Frühstücks-Ausfall pro Woche beobachtet wurde [summarische RR: 95% CI: 1,53 (1,26-1,86)]; ohne weiteren Anstieg danach ( P für Nichtlinearität = 0,08).
Schlussfolgerungen
Diese Meta-Analyse liefert den Beweis, dass das Aussetzen des Frühstücks mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden ist, und die Assoziation war nach Einbeziehen des BMI immer noch signifikant. Ein gesundes tägliches Frühstück kann helfen, das Risiko für Typ-2-Diabetes zu senken.Hier und hier geht es zur Originalveröffentlichung
Dienstag, 21. August 2018
Die Kindersterblichkeit in Deutschland nimmt weiterhin deutlich ab
In Deutschland starb Anfang des letzten Jahrhunderts jedes sechste Kind noch während des ersten Lebensjahres, von 100.000 Neugeborenen also etwa 16.600. Heute sind das nur noch 300. Bis zum 15. Lebensjahr verringern sich diese Sterberaten auf um die 9 pro 100.000 Kinder. Im Verhältnis zu diesen heutigen Zahlen lagen die Sterblichkeitsraten der Kinder um 1980 noch vier- bis fünfmal höher.
Donnerstag, 9. August 2018
Eine Schlaraffenland-Welt verführt speziell unsere Kleinsten
Wer unter Höhenangst leidet, der sollte auf Bäume klettern. Konfrontationstherapie nennt sich das – und es funktioniert, um Ängste und Phobien zu überwinden. Auch bei „Fresssucht“ hilft ganz offensichtlich eine solche Exposition: der Patient gewöhnt sich dabei langsam an den Anblick von Nahrungsmitteln. Der Zwang, zuzugreifen, verliert sich. Zumindest bei Erwachsenen und Kindern. Nicht aber bei Kleinkindern, wie eine aktuelle Studie jetzt nachweist. Bei Kleinkindern wächst dabei noch die Gier nach Essen, besonders dann, wenn der BMI eh schon hoch ist. Deshalb die Empfehlung an Eltern: Nahrungsmittel aus dem Blickfeld der Kinder verbannen. Einkäufe ohne Kinder tätigen!
Donnerstag, 2. August 2018
Ein wirksames Spray gegen vorzeitigen Samenerguss
Ein europaweit zugelassenes Spray aus einer Kombination von lokal wirkenden Betäubungsmitteln verspricht jetzt bei vorzeitiger Ejakulation besser helfen zu können. Das bisher einzige offiziell zugelassene Medikament, Dapoxetin, verzeichnet hohe Abbruchraten von bis zu 90% – vor allem aufgrund von hohen Nebenwirkungen, hohe Kosten, einer unter den Erwartungen liegenden Wirksamkeit und der Notwendigkeit, Geschlechtsverkehr zu planen.
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