Flammschutzmittel, Pestizide, Polituren, Weichmacher in Kunststoffen. Alles wichtige Mittel, zugegeben. Die Zuversicht aber, dass diese Verbindungen, oft vollgestopft mit Chlor- und Brom-Atomen, dort bleiben, wo sie ihre "segensreiche" Wirkung verrichten, trügt. Unsere Geschirrtücher beweisen es: Sie beherbergen nach getaner Arbeit jede Menge dieser polyhalogenierten Verbindungen.
Neuigkeiten aus Natur, Wissenschaft und Technik
für den eiligen Leser gepresst und konzentriert.
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Donnerstag, 6. April 2017
Montag, 5. Dezember 2016
Mitbringsel in die Dritte Welt: Arzneimittel im Schiffsabwasser
Kreuzfahrtschiffe blasen nicht nur die schädlichen Abgase ihrer Schweröle in die Luft, aus "vollen Rohren" wird gleichzeitig ins Meer entlassen, was vorher jeden Passagier verlassen hat. Und diese Fäkalien - aber nicht nur diese - enthalten oft bedenkliche Chemikalien: Arzneimittelreste, UV-Filter-Substanzen - und jetzt immer häufiger auch Mikrokunststoffe. Eine aktuelle Bestandsaufnahme soll künftige Gegenmaßnahmen erleichtern.
Mittwoch, 23. November 2016
Abwasser in Kläranlagen: Aus Süßstoff wird Sanitärreiniger
Die gute Nachricht vorweg: Acesulfam, ein weit verbreiteter Süßstoff, der deshalb auch weitverbreitet in unseren Abwässern landet, wird in den Kläranlagen vollständig abgebaut.
Das ist das Ergebnis einer Arbeit aus dem Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe und der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz.
Die weniger gute Nachricht: Das offenbar einzige Abbauprodukt von Acesulfam ist die Amidosulfonsäure - und die umgeht alle Abbau-System in den Klärbottichen.
Die Nachricht, die das Ganze nicht besser macht: Der Großteil dieser Amidosulfonsäure kommt nicht aus dem Abbau des Süßstoffes, sondern landet als einer der Inhaltsstoffe von Entkalkern und Sanitärreinigern im Abwasser.
Das Gute im Bedenklichen: Diese Chemikalie könnte aufgrund ihrer Resistenz gegen chemischen und mikrobiologischen Abbau besser als das bisherige Acesulfam als der deutlich bessere Abwassermarker dienen.
Bleibt die Frage, ob diese Chemikalie, die unsere Kläranlagen offenbar anstandslos passiert, auf dem Weg ins Trinkwasser an anderer Stelle aufgehalten werden.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Das ist das Ergebnis einer Arbeit aus dem Technologiezentrum Wasser (TZW) in Karlsruhe und der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz.
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| Faultürme einer Kläranlage. Foto: Carola Langer / pixelio.de |
Die Nachricht, die das Ganze nicht besser macht: Der Großteil dieser Amidosulfonsäure kommt nicht aus dem Abbau des Süßstoffes, sondern landet als einer der Inhaltsstoffe von Entkalkern und Sanitärreinigern im Abwasser.
Das Gute im Bedenklichen: Diese Chemikalie könnte aufgrund ihrer Resistenz gegen chemischen und mikrobiologischen Abbau besser als das bisherige Acesulfam als der deutlich bessere Abwassermarker dienen.
Bleibt die Frage, ob diese Chemikalie, die unsere Kläranlagen offenbar anstandslos passiert, auf dem Weg ins Trinkwasser an anderer Stelle aufgehalten werden.
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Dienstag, 22. November 2016
CO2-Speicherung birgt Risiken, die untersucht werden müssen
Kohlendioxid-Abscheidung und -Speicherung (CCS) wird als eine leistungsfähige Technologie betrachtet, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern. Sie wird als notwendige Zwischenlösung betrachtet, bis andere nachhaltige Energietechnologien in einem breiteren Maßstab verwendet werden können.
Trotz der Tatsache, dass bereits wissenschaftlich fundierte geologische Risikoanalysen vorliegen, fehlt eine wesentliche toxikologische Risikobewertung einschließlich aller Komponenten des Prozesses. Das meinen zumindest Forscher der Berliner Universität. Sie führten deshalb eine entsprechende Literaturstudie durch - mit dem Fokus auf potenzielle toxikologische Risiken der Co2-Speicherung.
Diese könnten in allen Teilen der CCS-Kette auftreten:
Zusätzlich könnte eine Kontamination von Trinkwasser aufgrund der Mobilisierung von gefährlichen Spurenelementen, wie Arsen, Nickel und Blei im Falle einer Leckage relevant werden.
Empfehlung der Forscher: Insgesamt sollten für die künftige Sicherheit der CCS weitere Untersuchungen
zur akuten CO2-Toxizität (mit Herleitung von Schwellenwerten für Massenvergiftungen)
zum akuten Notfallmanagement
und zu den möglichen Kontaminanten vorrangig verfolgt werden.
Auch sollten die Wissenslücken im Zusammenhang mit den Verunreinigungen des CO2 mit organischen Verbindungen geschlossen werden.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Trotz der Tatsache, dass bereits wissenschaftlich fundierte geologische Risikoanalysen vorliegen, fehlt eine wesentliche toxikologische Risikobewertung einschließlich aller Komponenten des Prozesses. Das meinen zumindest Forscher der Berliner Universität. Sie führten deshalb eine entsprechende Literaturstudie durch - mit dem Fokus auf potenzielle toxikologische Risiken der Co2-Speicherung.
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| Foto: Günter Havlena / pixelio.de |
- beim der Rückgewinnung aus den Rauchgasen, wo entsprechende Waschchemikalien zum Einsatz kommen
- während des Transports im Falle von Unfällen
- und während der geologischen Lagerung, wenn ein Leck für den Austritt von CO2 oder Sole sorgt
Zusätzlich könnte eine Kontamination von Trinkwasser aufgrund der Mobilisierung von gefährlichen Spurenelementen, wie Arsen, Nickel und Blei im Falle einer Leckage relevant werden.
Empfehlung der Forscher: Insgesamt sollten für die künftige Sicherheit der CCS weitere Untersuchungen
zur akuten CO2-Toxizität (mit Herleitung von Schwellenwerten für Massenvergiftungen)
zum akuten Notfallmanagement
und zu den möglichen Kontaminanten vorrangig verfolgt werden.
Auch sollten die Wissenslücken im Zusammenhang mit den Verunreinigungen des CO2 mit organischen Verbindungen geschlossen werden.
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Freitag, 4. März 2016
Machen Unkaputtbare die Umwelt kaputt? Fluorkohlenwasserstoffe, eine fast unsterbliche Spezies
Machen Unkaputtbare die Umwelt kaputt?
Seit 2009 verlängern perfluorierte Kohlenstoffverbindungen, wie die Perfluoroctansulfonate (PFOS), die Liste des „Dirty Dozen“, jene zwölf besonders kritischen „langlebigen organischen Umweltschadstoffe“, deren Produktion nach der Stockholmer Konvention weltweit verboten oder zumindest eingeschränkt ist. Forscher der Empa, einer Forschungsinstitution der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH), haben jetzt die Konzentration dieser Fluorchemikalien in Flüssen und Alpenseen der Schweiz gemessen.
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