Die Blockchain-Technologie, ein internetbasiertes Buchungssystem, das zum Beispiel Bitcoin, eine der sogenannten Krypto-Währungen im World-Wide-Web betrugssicher macht, soll jetzt auch den immer internationaler und damit immer unübersichtlicher agierenden Nahrungsmittelsektor transparenter machen. Speziell Herkunftsnachweise von Lebensmitteln, die bei der Preisfindung oft entscheidend sind, sollen so den so lukrativen und stetig um sich greifenden Betrug in diesem Bereich künftig verhindern.
Neuigkeiten aus Natur, Wissenschaft und Technik
für den eiligen Leser gepresst und konzentriert.
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Freitag, 24. Mai 2019
Montag, 27. Februar 2017
Ärmere Menschen essen das Falsche und sterben früher
Sag mir, was du isst, und ich sag dir, wer du bist! – Die Ernährungsweise ist deutlich abhängig von der sozioökonomischen Gruppe, der wir angehören. Während sich der reichere Teil der Gesellschaft mit teuren Lebensmitteln meist gesund ernährt, muss der ärmere zu preislich günstigeren Lebensmitteln greifen, die, was den Gesundheitsaspekt angeht, deutlich ungünstiger sind. Das wiederum begünstigt Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weshalb überproportional viele ärmere Menschen daran erkranken und sterben.
Montag, 20. Februar 2017
Kinder nur unzureichend mit Eisen, Kalzium, Vitamin D, Folsäure, Jod und Zink versorgt
Bei der Untersuchung des Ernährungsstatus europäischer Kindern stellte ein internationales Forscherteam mit deutscher Beteiligung fest, dass Eisen, Kalzium, Vitamin D, Folsäure, Jod und Zink in der Kindheit unzureichend konsumiert werden, wie dies bereits in epidemiologischen Studien beschrieben wurde.
Dienstag, 20. Dezember 2016
Klimakiller Stadt könnte Ruder herumreißen
Städte sind Hotspots des Verbrauchs an Energie, Nahrungsmittel und Wasser. Damit sind sie besondere Treiber des unerwünschten Klimawandels. Dass diese Entwicklung durch eine vernünftigere Städteplanung zumindest verlangsamt werden könnte, beweisen jetzt neue Zahlen aus München.
Mittwoch, 30. November 2016
Ekel und Angst sind sinnvolle Einrichtungen der Evolution
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| Foto: Jurec / pixelio.de |
Sonnenlichtbehandlung macht aus Pilzen wahre Vitamin-D-Bomben
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| Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de |
Eine Forschungsarbeit der Uni Hohenheim untersuchte jetzt die Wirkung der direkten Sonneneinstrahlung während einer natürlichen Sonnentrocknung und der Trocknung in einem Solartrockner mit erzwungener Konvektion auf den Vitamin-D2-Gehalt von braunen Knopfpilzen (Agaricus bisporus).
Dabei wurden speziell die Auswirkungen verschiedener kommerzieller UVB-Quellen, der Probenverarbeitungs- und der Trocknungsverfahren auf den Vitamin-D2-Gehalt verschiedener UVB-Trocknungsstrategien untersucht.
- Pilze (also die Fruchtstände) desselben Pilzgeflechtes, wurden dafür in verschiedene Gruppen aufgeteilt:
- In Scheiben geschnittene Proben wurden unter der Sonne und in einem modernen Solartrockner getrocknet
- Pilzscheiben wurden UVB-behandelt und anschließend entweder durch Gefrier- oder Konvektionstrocknung getrocknet
- ganze Fruchtkörper wurden mit UVB behandelt, in Scheiben geschnitten und gefriergetrocknet
- gefriergetrocknete Proben wurden in Form von Scheiben oder Pulver UVB-behandelt
Die UVB-Behandlung von ganzen Pilzen führte zu einer bemerkenswerten Vitamin-D2-Anreicherung von 45 μg /g Trockensubstanz, während das Zerschneiden von Pilzen vor der UVB-Exposition zu einem zehnfachen Anstieg des D2-Gehaltes von 406 μg /g führte.
Auch die UVB-Exposition von bereits getrockneten Scheiben und Pulver induzierte eine hohe Vitamin-D2-Generierung.
Sonnengetrocknete und solargetrocknete Pilze enthielten 36 bzw. 39 μg/g Vitamin D2.
Fazit: Obwohl schon kommerzielles UVB-Licht die D2-Synthese in Pilzen ankurbelt, ist vor allem die Trocknung in einem Solartrockner eine praktikable Methode für die natürliche Bildung von Vitamin D2 in Pilzen, und diese so behandelten Pilze stellen damit eine ausgezeichnete Vitamin-D-Quelle speziell für Veganer dar.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Dienstag, 29. November 2016
Gentest für Pferdefleisch in Nahrungsmitteln
Mittwoch, 23. November 2016
Biomasse ist mehr als Stroh und Sägespäne
Wenn wir an Biomasse denken, kommt uns sofort das in den Sinn, was bei den Ernten an Abfall- und Beiprodukten anfällt - speziell Stroh der verschiedenen Getreidesorten. Vielleicht auch noch das, was bei der Holzwirtschaft übrigbleibt.
Aber Biomasse ist mehr, viel mehr.
93 biogene Abfallprodukte haben Forscher aus Leipzig, Hamburg, Bremen und Jena mithilfe umfangreicher Literaturrecherche zusammengetragen. Und in fünf Gruppen eingeteilt:
In die Kategorie "Holz" fällt auch industrielles Abfallholz (z.B. Paletten).
Zu den Siedlungsabfällen gehören neben den Rückständen (Klärschlämme) der Kläranlagen auch alles, was nicht in einen Recyclingprozess einfließt: Küchenabfälle, Grünschnitt der Gärten, Abfälle der Wochenmärkte, Kantinen und Lebensmittelläden. Öle aus dem Hausmüll und aus Abscheidern.
Zu den industriellen Rückständen gehören die Kadaver kranker Tiere, verendeter Tiere, Schlachtabfälle und andere nicht verwertbare Teile von Tieren. Genauso der Beifang beim Fischfang, der Rückstand von Mühlen und Ölpressen, Kleie, Mehlstaub. Rückstände der Brauereien, inklusive Bierhefen. Rückstände der Weinherstellung und die Rückstände aus vielen weiteren Bereichen der Lebensmittelindustrie und Lebensmittelherstellung.
Unter der letzten Kategorie läuft vor allem alles, was in den Arbeitsbereich von kommunalen Gartenbauämter fällt: Grünschnitt von Parkanlagen und Straßenrändern. Rückstände der Ufer- und Flusswasserpflege.
Die Ergebnisse zeigen ein technisches Biomassepotential von bis zu 1.500 kg pro Kopf der Bevölkerung. Ein Anteil von etwa 60 % wird bereits heute energetisch verwertet. Bis zu 40 % sind noch ungenutzt.
Bis zu 7 % des heutigen deutschen Energiebedarfs könnte mit dieser Biomasse erzeugt werden. 13 % werden es sein, wenn die politisch gewollte Reduzierung des Energiebedarfs um etwa die Hälfte Realität werden wird.
Voraussetzung: Das zur Zeit vorliegende Datenmaterial über anfallende Biomasse sollte komplettiert werden. Speziell im Bereich der Siedlungsabfälle und den Abfällen des städtischen Gartenbaus sind sie noch lückenhaft.
Eine lückenlose Datenlage hätte für die Politik Beschlussfassungs- oder zumindest Entscheidungsfindungs-Potential.
Hier geht es zum Review (Open Access)
Aber Biomasse ist mehr, viel mehr.
93 biogene Abfallprodukte haben Forscher aus Leipzig, Hamburg, Bremen und Jena mithilfe umfangreicher Literaturrecherche zusammengetragen. Und in fünf Gruppen eingeteilt:
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| Foto: Gerhard Giebener / pixelio.de |
- Landwirtschaftliche Abfall- und Beiprodukte
- Rückstände aus Wald und Holzwirtschaft
- Siedlungsabfälle
- Rückstände aus industrieller Produktion
- Rückstände aus anderen Bereichen
In die Kategorie "Holz" fällt auch industrielles Abfallholz (z.B. Paletten).
Zu den Siedlungsabfällen gehören neben den Rückständen (Klärschlämme) der Kläranlagen auch alles, was nicht in einen Recyclingprozess einfließt: Küchenabfälle, Grünschnitt der Gärten, Abfälle der Wochenmärkte, Kantinen und Lebensmittelläden. Öle aus dem Hausmüll und aus Abscheidern.
Zu den industriellen Rückständen gehören die Kadaver kranker Tiere, verendeter Tiere, Schlachtabfälle und andere nicht verwertbare Teile von Tieren. Genauso der Beifang beim Fischfang, der Rückstand von Mühlen und Ölpressen, Kleie, Mehlstaub. Rückstände der Brauereien, inklusive Bierhefen. Rückstände der Weinherstellung und die Rückstände aus vielen weiteren Bereichen der Lebensmittelindustrie und Lebensmittelherstellung.
Unter der letzten Kategorie läuft vor allem alles, was in den Arbeitsbereich von kommunalen Gartenbauämter fällt: Grünschnitt von Parkanlagen und Straßenrändern. Rückstände der Ufer- und Flusswasserpflege.
Die Ergebnisse zeigen ein technisches Biomassepotential von bis zu 1.500 kg pro Kopf der Bevölkerung. Ein Anteil von etwa 60 % wird bereits heute energetisch verwertet. Bis zu 40 % sind noch ungenutzt.
Bis zu 7 % des heutigen deutschen Energiebedarfs könnte mit dieser Biomasse erzeugt werden. 13 % werden es sein, wenn die politisch gewollte Reduzierung des Energiebedarfs um etwa die Hälfte Realität werden wird.
Voraussetzung: Das zur Zeit vorliegende Datenmaterial über anfallende Biomasse sollte komplettiert werden. Speziell im Bereich der Siedlungsabfälle und den Abfällen des städtischen Gartenbaus sind sie noch lückenhaft.
Eine lückenlose Datenlage hätte für die Politik Beschlussfassungs- oder zumindest Entscheidungsfindungs-Potential.
Hier geht es zum Review (Open Access)
Montag, 21. November 2016
Studenten ernähren sich ab der Immatrikulation schlechter
Eine gesunde Ernährung spielt eine Schlüsselrolle bei der Prävention von Fettleibigkeit und nicht übertragbaren Krankheiten wie Typ-2-Diabetes. Dies gilt für alle Altersgruppen, auch für junge Erwachsene. Da in früheren Studien ungesunde Ernährungsgewohnheiten bei jungen Erwachsenen, insbesondere bei Studenten, festgestellt wurden, wurde diese Gruppe in bestehenden Strategien zur Gesundheitsförderung einfach ausgeklammert.
Das Ziel einer Studie aus Mannheim und Düsseldorf war jetzt, das grundlegende Essverhalten, die üblichen Barrieren für gesunde Ernährung und die Veränderungen des Essverhaltens von Studenten seit der Immatrikulation zu erkunden. Die Forscher verwendeten dafür Daten aus dem quantitativen Teil der Studie "Ernährung und körperliche Aktivität" einer Querschnitts-Online-Befragung.
Studierende aus ganz Deutschland wurden für diese Untersuchung herangezogen. Insgesamt nahmen 689 Hochschulstudenten (30,5% männlich, Durchschnittsalter: 22,69) an mehr als 40 deutschen Hochschulen teil.
Dabei wurde festgestellt, dass es im Hinblick auf den Konsum spezifischer Lebensmittelgruppen, zB Obst und Gemüse, Raum für Verbesserungen gibt. Die wichtigsten Hindernisse für gesunde Ernährung waren Zeitmangel aufgrund des Studiums, mangelnde gesunde Mahlzeiten in den Universitätskantinen und hohe Preise für gesunde Lebensmittel.
Eine Clusteranalyse ergab, dass die Barrieren für gesunde Ernährung womöglich unterschiedlich hoch sind und nur bestimmte Teilgruppen, zum Beispiel Neulinge, beeinflussen könnten. Veränderungen beim Essverhalten mit Beginn des Studiums wurden beim Verbrauch von Fleisch, Fisch und regelmäßigen Mahlzeiten gefunden.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Das Ziel einer Studie aus Mannheim und Düsseldorf war jetzt, das grundlegende Essverhalten, die üblichen Barrieren für gesunde Ernährung und die Veränderungen des Essverhaltens von Studenten seit der Immatrikulation zu erkunden. Die Forscher verwendeten dafür Daten aus dem quantitativen Teil der Studie "Ernährung und körperliche Aktivität" einer Querschnitts-Online-Befragung.
Studierende aus ganz Deutschland wurden für diese Untersuchung herangezogen. Insgesamt nahmen 689 Hochschulstudenten (30,5% männlich, Durchschnittsalter: 22,69) an mehr als 40 deutschen Hochschulen teil.
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| Foto: Tim Reckmann / pixelio.de |
Eine Clusteranalyse ergab, dass die Barrieren für gesunde Ernährung womöglich unterschiedlich hoch sind und nur bestimmte Teilgruppen, zum Beispiel Neulinge, beeinflussen könnten. Veränderungen beim Essverhalten mit Beginn des Studiums wurden beim Verbrauch von Fleisch, Fisch und regelmäßigen Mahlzeiten gefunden.
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Samstag, 19. November 2016
Cascara - koffeinhaltiges In-Getränk aus dem Fruchtfleisch von Kaffeekirschen
Cascara fehlt wohl bald in keiner Kaffeebar mehr, die etwas auf sich hält. Das einstige Armer-Leute-Getränk, das aus einem Abfallstoff der Kaffeeproduktion hergestellt wurde - und auch heute noch wird -, ist dabei, zum In-Getränk zu avancieren.
Cascara ist ein Aufguss, der aus den Schalen und dem Fruchtfleisch der Kaffeekirschen zubereitet wird. Dieses Fruchtfleisch umgibt den Kern der Frucht, die Kaffeebohne, die nach einem mehrwöchigen Trocknungsprozess aus diesem Fruchtfleisch herausgelöst werden muss.
Bereits vor Jahrhunderten war schon bekannt, dass die Schalen und das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche komplexe Fruchtaromen und wertvolle Nährstoffe enthalten. Die Entdeckung als Trendgetränk ist zudem von Vorteil für die Kaffeebauern, da der bisherige "Abfall" der Kaffeeproduktion jetzt nicht mehr (teuer) entsorgt werden muss, sondern eine neue Einnahmequelle eröffnet.
In einem Glas Cascara sollen sechs- bis achtmal mehr Koffein als in einer Tasse Kaffee stecken.
Dem gingen jetzt Forscher der Uni Bonn und Kollegen in der Schweiz auf den Grund. Sechs getrocknete Kaffeepulverproben und der daraus hergestellte Cascara-Aufguss wurden untersucht. Die wässrige Extraktion des Kaffeefruchtfleisches ergab einen Gehalt an Gesamtpolyphenolen zwischen 4,9 und 9,2 mg Gallussäureäquivalenten (GAE) pro Gramm Trockenmasse. Diese Polyphenole gelten als gute Antioxidantien und sollen den Körper vor radikalischen Prozessen schützen uns so gesund halten. So das Versprechen, das solche Produkte auf dem heutigen Markt deshalb schnell zum Renner machen kann. So auch Cascara!?
Hier geht es zum Originalveröffentlichung
Cascara ist ein Aufguss, der aus den Schalen und dem Fruchtfleisch der Kaffeekirschen zubereitet wird. Dieses Fruchtfleisch umgibt den Kern der Frucht, die Kaffeebohne, die nach einem mehrwöchigen Trocknungsprozess aus diesem Fruchtfleisch herausgelöst werden muss.
Bereits vor Jahrhunderten war schon bekannt, dass die Schalen und das Fruchtfleisch der Kaffeekirsche komplexe Fruchtaromen und wertvolle Nährstoffe enthalten. Die Entdeckung als Trendgetränk ist zudem von Vorteil für die Kaffeebauern, da der bisherige "Abfall" der Kaffeeproduktion jetzt nicht mehr (teuer) entsorgt werden muss, sondern eine neue Einnahmequelle eröffnet.
In einem Glas Cascara sollen sechs- bis achtmal mehr Koffein als in einer Tasse Kaffee stecken.
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| Unreife Kaffeekirschen an einem Arabica-Strauch auf einer Plantage bei Madikeri, Karnataka, Südindien. Foto: Julian Nitzsche / pixelio.de |
- Die Antioxidanskapazität dieser Phenole im Fruchtfleisch der Kaffeekirsche betrug zwischen 51 und 92 μmol Trolox-Äquivalenten (TE).
- Der höchste gemessene Koffeingehalt im Fruchtfleisch lag bei 6,5 bis 6,8 mg in jedem Gramm der Trockenmasse
- In allen Proben waren Chlorogensäure, Protocatechuinsäure, Gallussäure und Rutin vorhanden
- Das Getränk Cascara enthielt 226 mg/l Koffein und 283 mg GAE/L Gesamtpolyphenole, während die antioxidative Kapazität 8,9 mmol TE /L betrug
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Montag, 14. November 2016
Die konventionelle Landwirtschaft produziert nicht nachhaltig genug
Um eine höhere Nachhaltigkeit der Winterweizen- und Maisproduktion in Europa zu gewährleisten, müssen Anbausysteme mit verschiedenen Ebenen des integrierten Pflanzenschutzes (IPM, Integrated Pest Management) im Feldversuch getestet und auf ihre Nachhaltigkeit validiert werden, bevor sie von den Landwirten übernommen werden.
Allerdings ist die Nachhaltigkeitsbewertung von Anbausystemen aufgrund der komplexen ökonomischen, sozialen und ökologischen Dimensionen der Nachhaltigkeit nur schwer durchführbar. Innerhalb des EU-Forschungsprojekts PURE wurden von 2011 bis 2014 neun Langzeitversuche in verschiedenen Regionen Europas durchgeführt und dabei zwei IPM-Systeme gegenüber dem konventionellen System (CS) im Winterweizen- und Maisanbau verglichen.
IPM1 umfasste dabei einige wenige Pestizid-Anwendungen in semi-variablen Fruchtfolgen, während IPM2 reduzierte und nicht-chemische Schädlingsbekämpfungs-Methoden in vielen unterschiedlichen Fruchtfolgen begünstigte.
Das modifizierte DEXiPM (DEXi Pest Management)-Modell für Ackerkulturen wurde für Ex-post-Überprüfungen verwendet, um die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit dieser Systeme zu vergleichen.
Die Untersuchungen zeigten, dass sich das CS in sechs von neun Studien insgesamt als nicht nachhaltig erwies. Und zwar aufgrund der geringen Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit, die vor allem auf einen hohen Pestizideinsatz zurückzuführen war, und auf vereinfachte Fruchtfolgen, bei denen die Auswahl der Kulturpflanzen in erster Linie marktorientiert ist.
Im Gegensatz dazu konnten sechs IPM1- und fünf IPM2-Systeme als nachhaltig eingestuft werden, wobei für alle drei Nachhaltigkeitsmessungen "mittlere" oder "hohe" Werte erzielt wurden. Die Unterschiede in den sozioökonomischen Bedingungen in den einzelnen Ländern und/oder den unterschiedlichen Klima- und Bodenverhältnissen in den experimentellen Studien belegten, dass IPM auf allgemeinen Grundsätzen beruht, die aber an spezifische lokale Bedingungen angepasst werden müssen.
Insgesamt umfassten IPM-Systeme vielfältigere Fruchtfolgen und mehr unterschiedliche Verfahrenweisen im Vergleich zum CS. Sie fördern Strategien mit weniger Pestizideinsatz, aber auch eine verminderte Abhängigkeit von Pestiziden, die etwaige Ertragseinbußen durch die Einsparungen bei den Pestizid- und Anwendungskosten zumindest teilweise kompensieren konnten.
Die Forscher aus sechs europäischen Ländern empfehlen, die Ergebnisse ihrer Studie an politische Entscheidungsträger, Berater und Landwirte weiterzugeben und ihre Umsetzung auf regionaler Ebene zu prüfen. Es empfehle sich ferner, regionale Politik zur Förderung der Annahme nachhaltigerer Systeme auf der Grundlage von IPM-Grundsätzen sowie eine bessere Unterstützung durch eine stärkere Einbindung der regionalen Beratungsstellen in die allgemeine Umsetzung der IPM zu entwickeln.
Die Ex-post-Analyse mit DEXiPM identifizierte aber auch die Einschränkungen der IPM1- und IPM2-Systeme, die als nicht nachhaltig bewertet werden mussten. Diese bezogen sich zum einen auf Umweltprobleme für jene IPM1-Systeme, die immer noch vorwiegend auf Pestizidverwendung angewiesen sind und weniger unterschiedliche Fruchtfolgen aufweisen, und zum andern auf ökonomische Probleme für IPM2-Systeme, hauptsächlich aufgrund der Wahl weniger rentabler Getreide in der Fruchtfolge und Ertragseinbußen, die durch die sehr geringe Verwendung von Pestiziden oder den Ersatz von Pestiziden durch weniger wirksame nichtchemische Methoden verursacht werden.
Auch die Identifikation dieser Einschränkungen - so die Forscher - sei ein wertvoller Beitrag für die lokale und regionale Diskussion über die IPM-Einführung und die Entwicklung nachhaltigerer Anbausysteme.
Die Fakten noch einmal als Schlagzeilen
Allerdings ist die Nachhaltigkeitsbewertung von Anbausystemen aufgrund der komplexen ökonomischen, sozialen und ökologischen Dimensionen der Nachhaltigkeit nur schwer durchführbar. Innerhalb des EU-Forschungsprojekts PURE wurden von 2011 bis 2014 neun Langzeitversuche in verschiedenen Regionen Europas durchgeführt und dabei zwei IPM-Systeme gegenüber dem konventionellen System (CS) im Winterweizen- und Maisanbau verglichen.
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| Foto: Erich Westendarp / pixelio.de |
Das modifizierte DEXiPM (DEXi Pest Management)-Modell für Ackerkulturen wurde für Ex-post-Überprüfungen verwendet, um die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit dieser Systeme zu vergleichen.
Die Untersuchungen zeigten, dass sich das CS in sechs von neun Studien insgesamt als nicht nachhaltig erwies. Und zwar aufgrund der geringen Bewertung der ökologischen Nachhaltigkeit, die vor allem auf einen hohen Pestizideinsatz zurückzuführen war, und auf vereinfachte Fruchtfolgen, bei denen die Auswahl der Kulturpflanzen in erster Linie marktorientiert ist.
Im Gegensatz dazu konnten sechs IPM1- und fünf IPM2-Systeme als nachhaltig eingestuft werden, wobei für alle drei Nachhaltigkeitsmessungen "mittlere" oder "hohe" Werte erzielt wurden. Die Unterschiede in den sozioökonomischen Bedingungen in den einzelnen Ländern und/oder den unterschiedlichen Klima- und Bodenverhältnissen in den experimentellen Studien belegten, dass IPM auf allgemeinen Grundsätzen beruht, die aber an spezifische lokale Bedingungen angepasst werden müssen.
Insgesamt umfassten IPM-Systeme vielfältigere Fruchtfolgen und mehr unterschiedliche Verfahrenweisen im Vergleich zum CS. Sie fördern Strategien mit weniger Pestizideinsatz, aber auch eine verminderte Abhängigkeit von Pestiziden, die etwaige Ertragseinbußen durch die Einsparungen bei den Pestizid- und Anwendungskosten zumindest teilweise kompensieren konnten.
Die Forscher aus sechs europäischen Ländern empfehlen, die Ergebnisse ihrer Studie an politische Entscheidungsträger, Berater und Landwirte weiterzugeben und ihre Umsetzung auf regionaler Ebene zu prüfen. Es empfehle sich ferner, regionale Politik zur Förderung der Annahme nachhaltigerer Systeme auf der Grundlage von IPM-Grundsätzen sowie eine bessere Unterstützung durch eine stärkere Einbindung der regionalen Beratungsstellen in die allgemeine Umsetzung der IPM zu entwickeln.
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| Foto: M. Großmann / pixelio.de |
Auch die Identifikation dieser Einschränkungen - so die Forscher - sei ein wertvoller Beitrag für die lokale und regionale Diskussion über die IPM-Einführung und die Entwicklung nachhaltigerer Anbausysteme.
Die Fakten noch einmal als Schlagzeilen
- Die meisten konventionellen Systeme (CS) im Test erwiesen sich insgesamt als nicht nachhaltig.
- IPM-Systeme mit geringerem Pestizideinsatz und diversifizierten Fruchtfolgen waren insgesamt nachhaltig.
- Die meisten IPM1-Systeme könnten die ökonomische Nachhaltigkeit im Vergleich mit der CS erhalten oder sogar verbessern.
- Nachhaltige IPM-Systeme sollten auf regionaler Ebene umgesetzt werden.
- DEXiPM Ex-post ist ein nützliches Werkzeug zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Systemen.
Freitag, 11. November 2016
Würde die Welt so (fr)essen wie US-Amerikaner, müsste fast dreimal soviel Fläche umgepflügt werden
Die menschliche Aneignung von Land für die Nahrungsmittelproduktion hat das System der Erde grundlegend verändert, mit Auswirkungen auf Wasser, Boden, Luftqualität und das Klima. Veränderungen in den Bevölkerungszahlen, Ernährungsgewohnheiten, neue Technologien und die Produktivität der Ernten haben alle eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung der heutigen Landnutzung gespielt.
In einer Arbeit einer internationalen Forschergruppe wurde jetzt untersucht, wie sich die bisherigen und gegenwärtigen Entwicklungen in der Ernährung auf die globale landwirtschaftliche Landnutzung auswirken. Aus den zahlreichen maßgeblichen Variablen isolierten die Forscher dafür speziell die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Größe der landwirtschaftlichen Flächen, einschließlich der potenziellen Konsequenzen der Veränderungen in den Ernährungsvorlieben der Verbraucher.
Wenn die gesamte Weltbevölkerung das Konsummuster einer der jeweiligen Nationen anwenden würde, könnte sich die Größe der dann notwendigen landwirtschaftlichen Nutzfläche bis auf das 14-fache der minimal notwendigen Fläche aufblähen.
Innerhalb dieser Bandbreite ist für den landwirtschaftlichen Flächenbedarf ganz offensichtlich die Art der verzehrten Nahrungsmittel wichtiger als die Menge des Pro-Kopf-Verbrauchs, vor allem aufgrund der Auswirkungen tierischer Produkte, insbesondere jener von Wiederkäuern.
Die Erforschung der durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten in den USA und in Indien (die zwar sehr stark in Richtung der beiden Extreme tendieren, aber weder das globale Verbrauchsmaximum noch das Verbrauchsminimum darstellen) bietet dabei einen brauchbaren Rahmen für das Verständnis der Auswirkungen aud die Landnutzung, die sich aus unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten ergibt:
Würde die gesamte Welt das durchschnittliche indische Ernährungsmuster anwenden, könnte man 55% der heute genutzten landwirtschaftlichen Fläche brachlegen, während der globale Verbrauch, auf das hohe Niveau der durchschnittlichen USA-Essgewohnheiten hochgeschraubt, 178% mehr Land erfordern würde.
Die Vernichtung von Nahrungsmitteln und das Überessen spielen dabei ebenfalls eine wichtige Rolle. Würde man in Indien Nahrungsmittel genauso achtlos wegwerfen und vernichten und sich so regelmäßig überfressen, wie das der Durchschnitts-US-Amerikaner zu tun pflegt, würde sich dort der Nahrungsmittelbedarf über Nacht verdoppeln.
Daher könnten Maßnahmen zur Beeinflussung zukünftigen Ernährungsverhaltens und zur Verringerung von Nahrungsmittelabfällen wesentlich zur globalen Ernährungssicherheit beitragen, sowie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Fazit in Schlagzeilen:
In einer Arbeit einer internationalen Forschergruppe wurde jetzt untersucht, wie sich die bisherigen und gegenwärtigen Entwicklungen in der Ernährung auf die globale landwirtschaftliche Landnutzung auswirken. Aus den zahlreichen maßgeblichen Variablen isolierten die Forscher dafür speziell die Auswirkungen von Ernährungsgewohnheiten auf die Größe der landwirtschaftlichen Flächen, einschließlich der potenziellen Konsequenzen der Veränderungen in den Ernährungsvorlieben der Verbraucher.
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| Foto: Oliver Mohr / pixelio.de |
Innerhalb dieser Bandbreite ist für den landwirtschaftlichen Flächenbedarf ganz offensichtlich die Art der verzehrten Nahrungsmittel wichtiger als die Menge des Pro-Kopf-Verbrauchs, vor allem aufgrund der Auswirkungen tierischer Produkte, insbesondere jener von Wiederkäuern.
Die Erforschung der durchschnittlichen Ernährungsgewohnheiten in den USA und in Indien (die zwar sehr stark in Richtung der beiden Extreme tendieren, aber weder das globale Verbrauchsmaximum noch das Verbrauchsminimum darstellen) bietet dabei einen brauchbaren Rahmen für das Verständnis der Auswirkungen aud die Landnutzung, die sich aus unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten ergibt:
Würde die gesamte Welt das durchschnittliche indische Ernährungsmuster anwenden, könnte man 55% der heute genutzten landwirtschaftlichen Fläche brachlegen, während der globale Verbrauch, auf das hohe Niveau der durchschnittlichen USA-Essgewohnheiten hochgeschraubt, 178% mehr Land erfordern würde.
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| Foto: Margot Kessler / pixelio.de |
Daher könnten Maßnahmen zur Beeinflussung zukünftigen Ernährungsverhaltens und zur Verringerung von Nahrungsmittelabfällen wesentlich zur globalen Ernährungssicherheit beitragen, sowie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Fazit in Schlagzeilen:
- Entwicklung eines neuen Index (HALF) zur Quantifizierung der Auswirkungen der Ernährung auf die landwirtschaftliche Nutzfläche.
- Verbrauch des bis zum 14-fachen der minimal benötigten Anbaufläche, wenn einzelne nationale Essgewohnheiten auf die ganze Welt ausgedehnt würden.
- Das halbe aktuelle Anbaugebiet würde reichen, wenn die durchschnittliche indische Ernährungsweise weltweit zur Anwendung käme, aber fast das dreifache Anbaugebiet wäre bei weltweiter USA-Ernährungsweise notwendig.
- Die Art der Lebensmittel und Rohstoffe ist dabei wichtiger als die Menge.
Mittwoch, 9. November 2016
Polyphenole in Mikrokapseln zum Wirkort
Die bioaktive Rolle von Polyphenolen aus Obst geraten mehr und mehr in den Fokus der Forschung. Doch diese hochwirksamen Stoffe sind wahre Sensibelchen, und sie an den Ort ihrer größten Wirkung im Körper zu bringen, ist genauso eine wahre Herausforderung.
Einkapseln in Mikrokügelchen ist dabei ein gangbarer Weg, sie vor Oxidation, Licht, Feuchtigkeit und hoher Temperatur zu schützen.
Eine Sprühtrocknung wurde benutzt, um Mikrokapseln zu erzeugen, bei der Polyphenole von verschiedenen Mischungen aus Maltodextrin und Gummi arabicum ummantelt wurden. Ein Verhältnis von 8:2 und eine Herstellungstemperatur von 140 °C brachten dabei die besten Ergebnisse.
Die in dieser Studio der technischen Universität Berlin und der Universität Ankara entwickelte Methode der Mikroverkapselung von Polyphenolen erwies sich den bisher zur Verfügung stehenden Methoden als überlegen.
Gewonnen wurden die Polyphenole im Test aus Weintrauben.
Hier geht es zur Original-Veröffentlichung
Einkapseln in Mikrokügelchen ist dabei ein gangbarer Weg, sie vor Oxidation, Licht, Feuchtigkeit und hoher Temperatur zu schützen.
Eine Sprühtrocknung wurde benutzt, um Mikrokapseln zu erzeugen, bei der Polyphenole von verschiedenen Mischungen aus Maltodextrin und Gummi arabicum ummantelt wurden. Ein Verhältnis von 8:2 und eine Herstellungstemperatur von 140 °C brachten dabei die besten Ergebnisse.
Die in dieser Studio der technischen Universität Berlin und der Universität Ankara entwickelte Methode der Mikroverkapselung von Polyphenolen erwies sich den bisher zur Verfügung stehenden Methoden als überlegen.
Gewonnen wurden die Polyphenole im Test aus Weintrauben.
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| birgitH / pixelio.de |
Gammelfleischskandale: Der Bauch ist uns näher als die Moral
Verbraucherreaktionen auf Nahrungsmittelskandale und ihre daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen sind inzwischen gut untersucht. Allerdings haben Studien bisher meist vernachlässigt, die Rolle zu untersuchen, die dabei die Konsumgewohnheiten und die Mediennutzung der Haushalte bei der Reaktion auf Lebensmittelskandale spielen können.
In einer Studie des Thuenen Instituts entwickelten Forscher ein Modell der heterogenen Mediennutzungsintensität, der Wirkung von Informationen und deren Nachlassen im Laufe der Zeit, um damit die Reaktionen des Hauses auf den deutschen Dioxin-Skandal 2011 abschätzen zu können. Sie waren besonders daran interessiert, den Grad der Heterogenität der kurzfristigen Anpassungen der Nachfrage der Konsumenten in Bezug auf ihre langfristigen Konsumgewohnheiten von Fleischprodukten (Huhn und Schweinefleisch) zu bestimmen, die direkt von dem Vorfall betroffen sind.
Die empirische Analyse verwendete detaillierte Haushalts-Einzelhandel-Scanner und Daten der Mediennutzung, gesammelt durch den GfK Consumer Scan Panel von insgesamt 16.023 Haushalten über einen Zeitraum von 104 Kalenderwochen.
Die Ergebnisse der Auswertung der Daten: Die Forscher fanden starke empirische Beweise für ihre Hypothese, dass die kurzfristigen marginalen Anpassungen der Nachfrage und der Neigung, betroffene Produkte zu meiden, die durch die negativen Auswirkungen der medialen Berichterstattung ausgelöst wurden, durch die Hartnäckigkeit gewohnter Verhaltensweisen und Essgewohnheiten überkompensiert wurden.
Die Frage, wie sich Verbrauchsmuster im Laufe der Zeit in Gegenwart von Lebensmittelskandalen entwickeln, dürfte sowohl für Politiker als auch für die Lebensmittelindustrie von Interesse sein.
Fazit: Die Ergebnisse im Einzelnen deuten auf eine nur geringfügige Auswirkungen des Dioxin-Skandals auf den Fleischkonsum hin.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung in "Food Policy"
In einer Studie des Thuenen Instituts entwickelten Forscher ein Modell der heterogenen Mediennutzungsintensität, der Wirkung von Informationen und deren Nachlassen im Laufe der Zeit, um damit die Reaktionen des Hauses auf den deutschen Dioxin-Skandal 2011 abschätzen zu können. Sie waren besonders daran interessiert, den Grad der Heterogenität der kurzfristigen Anpassungen der Nachfrage der Konsumenten in Bezug auf ihre langfristigen Konsumgewohnheiten von Fleischprodukten (Huhn und Schweinefleisch) zu bestimmen, die direkt von dem Vorfall betroffen sind.
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| Uwe Wagschal / pixelio.de |
Die Ergebnisse der Auswertung der Daten: Die Forscher fanden starke empirische Beweise für ihre Hypothese, dass die kurzfristigen marginalen Anpassungen der Nachfrage und der Neigung, betroffene Produkte zu meiden, die durch die negativen Auswirkungen der medialen Berichterstattung ausgelöst wurden, durch die Hartnäckigkeit gewohnter Verhaltensweisen und Essgewohnheiten überkompensiert wurden.
Die Frage, wie sich Verbrauchsmuster im Laufe der Zeit in Gegenwart von Lebensmittelskandalen entwickeln, dürfte sowohl für Politiker als auch für die Lebensmittelindustrie von Interesse sein.
Fazit: Die Ergebnisse im Einzelnen deuten auf eine nur geringfügige Auswirkungen des Dioxin-Skandals auf den Fleischkonsum hin.
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Dienstag, 8. November 2016
Identifizierung von Meeresfrüchten anhand von DNA-Barcodes
In dieser Studie wurden 118 Meeresfrüchteprodukte analysiert, vor allem Fische und Garnelen, die in Supermärkten und von Fischern in Nordwestdeutschland gekauft wurden. Verschiedene verarbeitete Produkte von frisch bis konserviert wurden unter Verwendung von zwei verschiedenen Extraktionskits durch Amplifizieren der längeren (~ 650 bp) sowie kürzeren (~ 320 bp) DNA-Barcodes, die zur Cytochrom-c-Oxidase-Untereinheit I (COI) gehören, analysiert.
Insgesamt konnten für 81,4% der analysierten Produkte auf diese Weise aussagekräftige Barcodes erzeugt werden. Die Ausfallrate für die längeren, vollständigen Barcode-Primers betrug dabei 32,2%, aber von 43,2% dieser fehlgeschlagenen Fälle wurden immerhin noch die kürzeren Mini-Barcodes erfolgreich und zweifelsfrei identifiziert.
Dies demonstriert, dass Mini-Barcodes einen wichtigen Beitrag zur Barcode-basierten Identifizierung über eine breite Palette von Produkten liefern können.
In sieben Produkten wurden Unterschiede zwischen der Produktkennzeichnung und den identifizierten Barcodes unter Verwendung einer DNA-Referenzbibliothek festgestellt.
Insgesamt waren damit 5,2 % der untersuchten Produkte falsch etikettiert - wohl in betrügerischer Absicht.
Fazit: Die Kombination der beiden DNA-Etikettierungen erwies sich als erfolgreicher als eine der Einzeletikettierungen.
Hier gehts zum Originalartikel in "Food Control"
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| Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de |
Dies demonstriert, dass Mini-Barcodes einen wichtigen Beitrag zur Barcode-basierten Identifizierung über eine breite Palette von Produkten liefern können.
In sieben Produkten wurden Unterschiede zwischen der Produktkennzeichnung und den identifizierten Barcodes unter Verwendung einer DNA-Referenzbibliothek festgestellt.
Insgesamt waren damit 5,2 % der untersuchten Produkte falsch etikettiert - wohl in betrügerischer Absicht.
Fazit: Die Kombination der beiden DNA-Etikettierungen erwies sich als erfolgreicher als eine der Einzeletikettierungen.
Hier gehts zum Originalartikel in "Food Control"
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