Streber sitzen in der ersten Reihe, das war schon immer so, die renitenten Loser in den hinteren Reihen. Die schulischen Leistungen fallen dieser Sitzordnung entsprechend nach hinten deutlich ab.
Neuigkeiten aus Natur, Wissenschaft und Technik
für den eiligen Leser gepresst und konzentriert.
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Donnerstag, 15. November 2018
Freitag, 8. Dezember 2017
Wartet auf unsere Schüler demnächst der zündende Fucke?
Werden bald die Gehirne von Schülern deutschland- und österreichweit "unter Strom gesetzt"? Denn eines steht inzwischen fest: Die transkranielle elektrische Hirnstimulation (tES) verbessert das Lernen relativ deutlich. Dabei erhöhen sich Genauigkeit und Geschwindigkeit, mit der Neues aufgenommen wird. Weniger hoch ist der Effekt einer solchen Stimulation in der Anwendungsphase, wenn also das Erlernte angewendet oder abgefragt wird.
Freitag, 1. Dezember 2017
Die Text-Lese-Integrations-Kompetenz lässt Leistungslücke zwischen Hauptschülern und Gymnasiasten schrumpfen
In unserem dreizügigen Schulsystem, Hauptschule, Realschule und Gymnasium, bleibt die reine Lesekompetenz das Unterscheidungsmerkmal schlechthin, denn diese entwickelt sich von unterschiedlichen Startpunkten in den einzelnen Zügen aus über die Schuljahre hinweg parallel – unter Beibehaltung des ursprünglichen Abstandes. Anders verhält es sich bei der Entwicklung der Text-Bild-Integrations-Kompetenz. Hier schließt sich die Lücke zwischen den Fähigkeiten von Hauptschülern und Gymnasiasten viel deutlicher. Eltern schwächerer Schüler sollten dieses Werkzeug deshalb gezielt fordern und einsetzen.
Freitag, 22. September 2017
G8 oder G9? – G9-Schüler werden intelligenter
Jetzt ist es raus: Eine längere Schulzeit ist mit einer höheren Intelligenz verbunden. G9-Schüler schlagen in dieser Beziehung G8-Schüler, trotz gleicher Lehrpläne und gleicher Lerninhalte. So ist die schulische Wirkung offenbar nicht primär auf die Förderung von Lehrplan-gebundenen kognitiven Fähigkeiten, sondern auf intelligenzbezogene Fähigkeiten zurückzuführen.
Mehrere Studien haben gezeigt, dass jedes Jahr der Schulbildung einen signifikanten positiven Einfluss auf den Intelligenzquotienten (IQ) hat. Allerdings gibt es noch eine Debatte darüber, wie dieser Effekt zu erklären ist.
Mit der deutschen G8-Schulreform wurde die Dauer der Schulbesuche in deutschen Gymnasien von 9 Jahren (G9) auf 8 Jahre (G8) verkürzt, während gleichzeitig sowohl der Lehrplaninhalt als auch die Unterrichtsmenge vollständig erhalten bleiben sollten.
In einer aktuellen Forschungsarbeit von Wissenschaftlern aus Dortmund wurde jetzt die G8-Reform als ein natürliches Quasi-Experiment verwendet, um die Frage zu beantworten, ob die Dauer der Schulzeit die Intelligenztest-Ergebnisse erhöhen würde, auch wenn die Schüler mit einer unterschiedlichen Anzahl von Schuljahren die gleichen Lehrinhalte in einer gleich großen Anzahl von Lerneinheiten absolviert hatten.
Es wurden dazu zwei Studien durchgeführt. In der Studie A wurden die Testergebnisse von 81 G8-Zehntklässler (im Schnitt 15,16 Jahre alt) und 80 G9-Elftklässler (im Schnitt 16,39 Jahre alt) mittels des Berliner Intelligenzstrukturtests getestet und verglichen.
In der Studie B untersuchten die Forscher die kognitiven Fähigkeiten von 244 G8-Schüler der 10. Klasse (15,23 Jahre im Schnitt) und 204 G9-Schüler der 11. Klasse (16,33 Jahre im Schnitt) mit dem Intelligenz-Struktur-Test 2000 R.
Die G9-Schüler übertrafen die G8-Schüler bei fast allen kognitiven Fähigkeiten trotz gleicher Lehrpläne. So scheint die Auswirkung der Schulbildung auf den IQ in erster Linie auf die Förderung von intelligenzbezogenen Fähigkeiten zurückzuführen sein, weniger auf die formalen Lehrpläne.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Mehrere Studien haben gezeigt, dass jedes Jahr der Schulbildung einen signifikanten positiven Einfluss auf den Intelligenzquotienten (IQ) hat. Allerdings gibt es noch eine Debatte darüber, wie dieser Effekt zu erklären ist.
Mit der deutschen G8-Schulreform wurde die Dauer der Schulbesuche in deutschen Gymnasien von 9 Jahren (G9) auf 8 Jahre (G8) verkürzt, während gleichzeitig sowohl der Lehrplaninhalt als auch die Unterrichtsmenge vollständig erhalten bleiben sollten.
| Prof. Dr. Ricarda Steinmayr |
Es wurden dazu zwei Studien durchgeführt. In der Studie A wurden die Testergebnisse von 81 G8-Zehntklässler (im Schnitt 15,16 Jahre alt) und 80 G9-Elftklässler (im Schnitt 16,39 Jahre alt) mittels des Berliner Intelligenzstrukturtests getestet und verglichen.
In der Studie B untersuchten die Forscher die kognitiven Fähigkeiten von 244 G8-Schüler der 10. Klasse (15,23 Jahre im Schnitt) und 204 G9-Schüler der 11. Klasse (16,33 Jahre im Schnitt) mit dem Intelligenz-Struktur-Test 2000 R.
Die G9-Schüler übertrafen die G8-Schüler bei fast allen kognitiven Fähigkeiten trotz gleicher Lehrpläne. So scheint die Auswirkung der Schulbildung auf den IQ in erster Linie auf die Förderung von intelligenzbezogenen Fähigkeiten zurückzuführen sein, weniger auf die formalen Lehrpläne.
Hier geht es zur Originalveröffentlichung
Mittwoch, 17. Mai 2017
Ist der Unterricht gut, synchronisieren sich die Gehirne der Schüler
Kennen Sie auch diese magischen Momente, wo in einer Gruppe, ja, selbst auch in einer Schülergruppe im Klassenzimmer, ein Zusammengehörigkeitsgefühl aufwächst, das den Lernstoff plötzlich viel greifbarer macht, das Lernen vorübergehend so viel einfacher und deshalb zur Lust werden lässt? Das machen unsere Gehirne mit uns. Sie synchronisieren sich miteinander und entwickeln wohl so etwas wie ein "Schwarmbewusstsein".
Montag, 20. März 2017
Auch in der Lerntheorie gilt: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen
Egal wie "mundgerecht" Lern- und Trainingseinheiten unterschiedlich lernbegabten Schülern auch angeboten werden, am meisten provitieren die leistungsstärkeren Schüler von ihnen. Weil ganz offensichtlich aktuelle Erfolge mehr durch frühere Erfolge als durch gegenwärtige Leistungen bedingt werden. Erfolge rufen danach immer neue Erfolge hervor. Streng nach dem Motto: Wer hat, dem wird gegeben. Pech für die Leistungsschwächeren? Ganz im Gegenteil! Die müssen möglicherweise um die ersten Erfolge nur etwas zäher ringen.
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